GBH

Geschafft: Internatskosten weg!

Bei der gestrigen Sitzung des Nationalrats wurden endlich Lehrlinge und Unternehmen entlastet.

Nach jahrzehntelangen Bemühungen haben wir es endlich geschafft. In der Zukunft muss kein Lehrling mehr für das Internat beim Berufsschulbesuch bezahlen. Die Kosten für die internatsmäßige Unterbringung werden nun aus Mitteln des Insolvenzausgleichsfonds beglichen. Das ist nicht nur eine enorm wichtige finanzielle Entlastung für Lehrlinge, sondern auch für Unternehmen, die schon jetzt freiwillig oder wegen einer Bestimmung im jeweiligen Kollektivvertrag diese Kosten für ihre Lehrlinge übernommen haben.

Immer noch mussten aber 40 Prozent aller österreichischen Lehrlinge, insgesamt rund 50.000 junge Menschen, bis zu 1.200 Euro jährlich für das Lehrlingsinternat bezahlen. Das bedeutete, dass an manchen Monaten so gut wie nichts von der Lehrlingsentschädigung übriggeblieben ist. Das ist seit dem gestrigen Beschluss des Nationalrates, der mit den Stimmen der SPÖ, der FPÖ und der Grünen gefasst wurde, Geschichte.

Österreichweit werden in fast allen Branchen Lehrlinge gesucht. Der Wirtschaftsaufschwung der letzten Jahre hat dazu geführt, dass Facharbeiterinnen und Facharbeiter gefragt sind. Menschen, die eine Lehre machen, haben tolle Jobaussichten und sind international spitze, gleichzeitig hat die Lehre ein Imageproblem und leidet unter fehlender gesellschaftlicher Wertschätzung. Eben diese Wertschätzung ist gestern ausgedrückt worden, und das ist gut so!

GBH-Bundesvorsitzender Josef Muchitsch: „Was wir in den BAU-HOLZ-Branchen in den vergangenen Jahren begonnen und durchgesetzt haben, konnten wir nun auch für alle Lehrlinge auf gesetzliche Ebene heben. Endlich haben die Lehrlinge ihre volle Lehrlingsentschädigung zur Verfügung! Ich freue mich, dass mein Antrag im Parlament eine Mehrheit gefunden hat. Unverständlich ist, dass die ÖVP und die NEOS dagegen gestimmt haben.“

 

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