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ÖGB-Achitz: Konjunktur darf keine Ausrede für fehlende aktive Arbeitsmarktpolitik sein

Neue Regierung muss Aktion 20.000 fortsetzen sowie in Höherqualifizierung, Kinderbetreuung und Pflege investieren

Gewerkschaften / Arbeitsmarkt / Konjunktur / Bildung / Soziales 01.12.2017, 10:19 | OTS0075 | ÖGB Österreichischer Gewerkschaftsbund

 

ÖGB-Achitz: Konjunktur darf keine Ausrede für fehlende aktive Arbeitsmarktpolitik sein

Neue Regierung muss Aktion 20.000 fortsetzen sowie in Höherqualifizierung, Kinderbetreuung und Pflege investieren

 

(Wien/OTS/ÖGB) - "Dank der günstigen Wirtschaftsentwicklung und der erfolgreichen Arbeitsmarktpolitik geht die Arbeitslosigkeit weiter zurück“, sagt Bernhard Achitz, Leitender Sekretär des ÖGB, anlässlich der heute veröffentlichten Zahlen des AMS: „Die gute Konjunktur darf aber nicht als Ausrede vorgeschoben werden, die aktive Arbeitsmarktpolitik zurückzufahren und sich allein auf die Nachfrage der Wirtschaft zu verlassen. Auch die künftige Bundesregierung muss einen Investitionskurs fahren, damit möglichst viele Menschen von der guten Entwicklung profitieren.“++++

Besonders wichtig ist Achitz, dass die Aktion 20.000 in vollem Umfang weitergeführt wird: „Die Aktion 20.000 ist auf ältere, langzeitarbeitslose und oft gesundheitlich beeinträchtigte Menschen ausgerichtet. Die meisten von ihnen finden auch keinen Job, wenn es der Wirtschaft besser geht – sehr wohl aber, wenn direkt in geförderte Arbeitsplätze investiert wird.“

Zwtl.: Investitionen in Weiterbildung, Kinderbetreuung und Pflege wirken mehrfach

Die nächste Bundesregierung muss den Wirtschaftsaufschwung auch verantwortungsvoll nutzen, um durch Investitionen den Arbeitsmarkt anzukurbeln. Achitz: „Jeder Euro, der in Höherqualifizierung investiert wird, wirkt doppelt: Im Bildungsbereich werden direkt Arbeitsplätze geschaffen, und die bessere Ausbildung sorgt für nachhaltigere Beschäftigung statt temporärer Jobs.“ Ähnliches gilt für Investitionen in Kinderbetreuung und Pflege: „Hier wirken die Investition dreifach: erstens entstehen Arbeitsplätze beim Bau der entsprechenden Einrichtungen, zweitens Arbeitsplätze im Sozial- und Bildungsbereich. Und drittens können vor allem Frauen ihrer Qualifikation entsprechend arbeiten, weil sie von der Betreuung ihrer Kinder und der Pflege ihrer Angehörigen freigespielt werden.“

Rückfragehinweis:

Österreichischer Gewerkschaftsbund (ÖGB)
Florian Kräftner
01/53 444-39 264, 0664/301 60 96
florian.kraeftner@oegb.at
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