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Arbeitslosengeld - Ein Drittel der Notstandshilfe-Bezieher sind 50+

Fast 80 Prozent sind Österreicher

APA0239 5 II 0292 WI Do, 11.Jän 2018 Arbeitslosenunterstützung/Sozialprobleme/Regierungssystem/Österreich
 
Arbeitslosengeld - Ein Drittel der Notstandshilfe-Bezieher sind 50+
 
Utl.: Fast 80 Prozent sind Österreicher =
 
Wien (APA) - Die Abschaffung der Notstandshilfe betrifft hauptsächlich österreichische Staatsbürger und zu einem großen Teil ältere Menschen. Fast 80 Prozent der Bezieher (128.00 von 167.000 im Jahr 2016) sind Österreich und mehr als ein Drittel (57.000) 50 Jahre und älter. Das zeigten die Statistiken des Arbeitsmarktservices (AMS).
 
Die Arbeiterkammer (AK) wies am Donnerstag darauf hin, dass mehr als ein Drittel der Notstandshilfe-Bezieher 50 plus sind. Wenn diese Menschen in die Mindestsicherung geschickt werden, bedeute das ein "direkter Weg in die Schuldenfalle und die Altersarmut". In Österreich dürfe es kein Hartz IV gebe, forderte die AK.
 
Die Regierung plant bekanntlich die Abschaffung der Notstandshilfe, die derzeit nach Auslaufen des Arbeitslosengeldes gewährt wird. Künftig soll man nach dem Arbeitslosengeld in die Mindestsicherung fallen, was nach derzeitigem Stand bedeuten würde, dass man sein gesamtes Vermögen bis auf 4.000 Euro aufgebrauchen müsste.
 
Von den 57.000 älteren Beziehern sind 38.000 Männer und 19.000 Frauen. 97.000 der insgesamt 167.000 Bezieher sind zwischen 25 und 49, 13.000 sind jünger als 24. Die Regierungsspritze hatte entgegen den Ankündigen von Sozialministerin Beate Hartinger (FPÖ) am Mittwoch bestätigt, dass in manchen Fällen bei Arbeitslosen künftig auf das Vermögen zugegriffen wird, bevor Sozialhilfe fließt. Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) und Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ) sprach von jenen, die erst kurz ins System einzahlen und sich "durchschummeln" wollen.
 
Eine Statistik des AMS zeigt zudem, dass 77 Prozent der Notstandshilfe-Bezieher österreichische Staatsbürger sind, nämlich 128.000 von von 167.000. Die größte Gruppe der Nichte-Österreich sind Türken mit 7.400 Beziehern, gefolgt von Serben mit 7.000 Beziehern und Deutschen mit 2.700 Beziehern.

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