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GBH
Sieben weiße Helme stehen für die sieben tödlich verunfallten Bauarbeiter. Sieben weiße Helme stehen für die sieben tödlich verunfallten Bauarbeiter.
Der Stellvertretende Landesvorsitzende der GBH, Hans Kendlbacher, und Andreas Huss bei der Gedenkversammlung in Maria Alm. Der Stellvertretende Landesvorsitzende der GBH, Hans Kendlbacher, und Andreas Huss bei der Gedenkversammlung in Maria Alm.

Sie waren zwischen 29 und 59 Jahre alt, fünf davon Familienväter.

GBH zum Workers Memorial Day (internationaler Gedenktag für verunfallte ArbeitnehmerInnen) am 28.04.2018

Sieben tödliche Arbeitsunfälle auf Salzburgs Baustellen (25 in ganz Österreich!!!) im Jahr 2017 sind trauriger Negativrekord, aber die Anzahl der Arbeitsunfälle geht zurück, auch am Bau.

Die Gewerkschaft Bau-Holz gedenkt gemeinsam mit den Arbeitskollegen eines Verunfallten auf einer Unfallbaustelle in Maria Alm. Genau an jenem Ort, an dem im Sommer 2017 ein Bauarbeiter von einem Gerüst in einen offenen Schacht der Tiefgarage gestürzt ist.
Er war einer von sieben Bauarbeitern, die im letzten Jahr tödlich verunglückt sind. Unfallursache war in den meisten Fällen ein Absturz aus größerer Höhe.

„Es ist geradezu paradox, dass die Regierung über die Auflösung der AUVA diskutiert, jener anerkannten Institution, die sich maßgeblich um die Vermeidung von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten kümmert. Diese war in den letzen Jahrzehnten extrem erfolgreich,“ so Andreas Huss, Landesgeschäftsführer der GBH Salzburg.

Von 2014 auf 2017 wurden die Arbeitsunfälle in Salzburg um 800 gesenkt, das ist eine Reduktion um 10 Prozent!. Passierten im Jahr 20014 noch 8.509 Arbeitsunfälle (davon 1.818 am Bau), konnten die Unfälle im Jahr 2017 vor allem auf Grund des Engagements der AUVA auf 7.702 ( am Bau 1.561) gesenkt werden. Nicht nur die absoluten Zahlen gingen zurück, sondern auch die Unfallrate (Arbeitsunfälle pro 1.000 Arbeitnehmer). Im Jahr 2014 betrug diese noch 41,27 Unfälle pro 1.000 AN (105,72 am Bau). 2017 betrug die Unfallrate nur mehr 36,2 Unfälle (89,36  am Bau).

„Das ist zwar höchst erfreulich, aber jeder Unfall ist einer zu viel. Deshalb muss weiterhin an der Senkung der Unfälle gearbeitet werden. Dazu ist der Erhalt der AUVA unumgänglich. Die Präventivkräfte der AUVA sind im Jahr 3.000 mal in Betrieben und auf Baustellen unterwegs um die Unternehmen zu beraten und zu unterstützen. Denn mindestens zwei Drittel aller Unfälle wären vermeidbar,“ so Othmar Danninger, Landesvorsitzender der GBH.

Hans Kendlbacher (Stv. Landesvorsitzender der GBH, Betriebsrat der Strabag und Mitglied in der Selbstverwaltung in der AUVA) warnt vor der Auflösung der AUVA: „Das vermeidet keinen einzigen Arbeitsunfall, sondern wird die Unfälle wieder steigen lassen. Gerade Klein- und Mittelbetriebe, die sich oft keine eigenen Sicherheitsfachkräfte und Präventivkräfte leisten können, bietet die AUVA großartige Unterstützung. Eine Auflösung würde gerade diese enorm benachteiligen“.

Für den Bau arbeitet die GBH mit der Bauinnung, der AUVA, der AK und dem Arbeitsinspektorat in einem engen Netzwerk zur Vermeidung von Unfällen zusammen. In Veranstaltungen, zuletzt bei einer Informationsveranstaltung für Baupoliere und Vorarbeiter mit über 100 Teilnehmern, werden die Betroffenen von Präventionsexperten auf die lauernden Gefahren und die Strategien zur Vermeidung von Unfällen geschult.

Ein Arbeitsunfall kostet übrigens rund 28.000 Euro an Heilungs- Rehabilitations- und Entgeltfortzahlungskosten. Bei 7.702 Arbeitsunfällen immerhin ein Gesamtschaden von rund 215 Mio. Euro allein in Salzburg. „Neben der Verhinderung von Leid der Betroffenen und deren Hinterbliebenen Grund genug, sich weiter vehement um die Unfallvermeidung zu kümmern,“ schließt Andreas Huss.

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