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GBH
Rudolf Silvan mit den AUVA-Betriebsräten Manfred Rabensteiner, Robert Rois, Peter Redl und Manfred Zeitlberger Rudolf Silvan mit den AUVA-Betriebsräten Manfred Rabensteiner, Robert Rois, Peter Redl und Manfred Zeitlberger

AUVA: Keine Abschaffung oder Zentralisierung!

Nach den Plänen für eine gesamte Abschaffung der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt (AUVA) überlegt die schwarz-blaue Bundesregierung nun auch die Zentralisierung.

„Hier geht es nicht u Einsparungen, sondern um die Zerstörung eines erfolgreichen Modells der Selbstverwaltung“, so Rudolf Silvan, Landesgeschäftsführer der Gewerkschaft Bau-Holz (GBH) Niederösterreich und Leiter der AUVA-Landesstelle Wien, Niederösterreich, Burgenland.

Wer die hohe Qualität der AUVA-Leistungen für die Menschen erhalten will, muss vor allem zwei Dinge tun: Die Leistungserbringung im Sinne des AUVA-Prinzips „Alles aus einer Hand“ vor Ort durch entsprechende Rahmenbedingungen weiter ermöglichen sowie Entscheidungen dort treffen zu lassen, wo das erforderliche Know-how zu Hause ist.

Grundsatzentscheidungen sowie die Gesamtsteuerung der Organisationen erfolgen in Wien, die Umsetzung sowie alle Beschlüsse mit regionalem Hintergrund finden in den vier Landesstellen(ausschüssen) statt.

Die Landesstelle Wien, Niederösterreich, Burgenland hat im Sinne der Kundennähe etwa Außenstellen in St. Pölten und Oberwart.

Dieses bislang sehr gut funktionierende System leichtfertig abschaffen und die gesamte Entscheidungskompetenz in einen neuen „Verwaltungsrat“ nach Wien verlagern zu wollen, kann nicht im Sinne der Versicherten, Patienten und Beitragszahler gelegen sein. Die von der Politik bemühten „Einsparungseffekte“ wären marginal – die meisten Funktionäre erhalten keine Funktionsgebühr. Leiden würde hingegen in vielen Fällen die Qualität der Entscheidungen, da man vor Ort noch immer am besten einschätzen kann, was in einer bestimmten Situation notwendig und möglich ist. 

So sind etwa die vielen regionalen Kooperationen der Landesstellen bzw. UKH mit den Spitälern und Partnern vor allem deswegen erfolgreich, weil sich die Akteure kennen, einander vertrauen und man die notwendigen Kontakte zu den regionalen Playern hat. Die Versicherungsvertreter in Wien, Graz, Salzburg und Linz sind zudem erste Ansprechstelle für viele Versicherte, Patienten, Betriebe, Schulen, Medien, Interessensvertretungen und die Landespolitik. Diese kontaktieren oftmals bewusst zuerst die Selbstverwaltung vor Ort, um anstehende Probleme miteinander lösen, aktuelle Herausforderungen gemeinsam bewältigen und innovative regionale Modelle umsetzen zu können.

Silvan: „Betriebe mit weniger als 50 Beschäftigten erhalten von der AUVA sicherheitstechnische und arbeitsmedizinische Betreuung kostenlos. Dafür sind in den Landesstellen Präventionszentren eingerichtet. Gerade für die Betriebe im Bau-, Holz- und Stein- und keramischen Bereich ist diese Betreuung enorm wichtig, es gibt großes Vertrauen zu den AUVA-ExpertInnen. Das darf nicht so einfach zerstört werden.“

Die Vorsitzenden der vier Landesstellen fordern daher die Bundesregierung auf, die Entscheidungskompetenz im Sinne des Subsidiaritätsprinzips auch zukünftig dort anzusiedeln, wo sie der Sache am meisten zu dienen vermag: Durch das bisherige System war und ist gewährleistet, dass wichtige regionale Interessen entsprechend berücksichtigt und lokale Potenziale gehoben werden. Eine Zerschlagung dieser bewährten Aufgabenteilung bzw. die Zentralisierung aller Kompetenzen in Wien würde die AUVA weder besser noch billiger machen, jedoch viel Schaden anrichten.

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