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GBH

Digitalisierung verändert Bau

Erstmals wird zu diesem Thema eine Studie speziell für die Anforderungen am Bau erstellt. Offizieller Startschuss war ein Workshop in Wien

Die Gewerkschaft Bau-Holz (GBH) war diese Woche (22. Februar) Gastgeber eines internationalen Gewerkschaftstreffens der Bau-Holz-Internationale (BHI). Thema war die Digitalisierung und Automatisierung und deren Auswirkungen auf die europäische Arbeitswelt in der Bauwirtschaft. Erstmals wurde zu diesem Thema eine Studie speziell für den Bausektor beauftragt. Die Ergebnisse und Forderungen werden bereits im Juni 2019 präsentiert.

„Sämtliche Studien zur Digitalisierung haben sich bisher mit den Bereichen der Sachgüter erzeugenden Industrie, dem Dienstleistungssektor oder dem Handel beschäftigt. Der Bausektor, nach wie vor ein bedeutsamer volkswirtschaftlicher Konjunkturmotor mit hohem Beschäftigungsanteil im handwerklichen Bereich, wurde bis dato sträflich vernachlässigt“, zeigt sich GBH-Bundesvorsitzender Abg. z. NR Josef Muchitsch sichtlich stolz, dass die GBH die Initialzündung zu dieser internationalen Studie gegeben hat.

In der Studie liegt der Fokus auf Chancen, Risken und Herausforderungen insbesondere für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auf Baustellen in Europa. (Projektleiter, Bauleiter, Techniker, Arbeiterinnen und Arbeiter).

Roman Krenn, zuständiger Experte in der GBH für die Studie: „Unsere Partner, die Technische Universität Wien, die Fakultät für Bauingenieurwesen, das Institut für Interdisziplinäres Bauprozessmanagement und der Forschungsbereich Baubetrieb und Bauverfahrenstechnik erforschen sowohl die automatisations- und digitalisierungsbedingten Veränderungen der Tätigkeitsprofile auf der Baustelle, als auch den soziologischen Aspekt einer Digitalisierung der Baubranche. Zukünftige Erwartungen in der Aus- und Weiterbildung zur „Digital Fitness“ für unsere Beschäftigten am Bau sind ebenfalls Bestandteil der Studie. Ein wichtiger Aspekt wird auch die Ausgestaltung sozialer Sicherungssysteme für jene sein, denen droht, von dieser Dynamik abgehängt zu werden. Da müssen wir gegensteuern.“

Speziell im internationalen Kampf gegen Lohn und Sozialdumping sieht Muchitsch große Chancen in der Digitalisierung. Diese müssen von der Bauwirtschaft, den Beschäftigten, aber auch der Politik genutzt werden. „Das Nein der österreichischen Bundesregierung zur internationalen Arbeitsmarktbehörde ist natürlich ein Rückschlag für uns im Kampf gegen Lohn- und Sozialdumping. Wir werden aber nicht müde und werden alles zu versuchen, um einen fairen Wettbewerb in ganz Europa zu schaffen. Diese Studie ist ein nächster Weg dazu, auf Daten und Fakten basierend weiter zu arbeiten.“

Studie als Leitfaden für die Zukunft der Beschäftigten am Bau

Die Ergebnisse dieser Studie und die sich daraus ableitenden Forderungen an die Politik, die Bauwirtschaft sowie die Anforderungen an die Beschäftigten selbst, werden im Juni 2019 im Rahmen der Weltkonferenz der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) in Genf präsentiert.

 

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