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GBH

Huss: Pflege braucht motivierte, gut ausgebildete Menschen

ÖGK-Arbeitnehmer-Obmann Andreas Huss übt scharfe Kritik an ÖVP-Pflegekonzept

Das ÖVP-Pflegekonzept spricht die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten im Pflegebereich mit keinem Wort an. „So werden wir den Personalmangel im Pflegebereich nicht beheben“, zeigt sich ÖGK-Arbeitnehmer-Obmann Andreas Huss kritisch. Dringend geboten wären bessere Arbeitszeitmodelle, höhere Löhne (vor allem in der Langzeitpflege) sowie bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie.  

Das ÖVP-Konzept nennt die Pflegelehre als wesentliche Säule, um Menschen für den Pflegeberuf zu gewinnen. „Es ist absurd, 15-Jährige an das Bett pflegebedürftiger Menschen zu stellen“, sagt Huss. Das überfordert die jungen und auch die kranken Menschen. Die Anwerbung von Personal aus benachbarten Ländern ist nicht mehr möglich, weil die Fachkräfte inzwischen in anderen Ländern mit attraktiveren Arbeitsbedingungen tätig sind.
„Es ist der falsche Weg, sowohl Unfallprävention als auch Pflegeleistungen mit zu wenig Geld auszustatten und dann noch gegeneinander auszuspielen. Der ÖVP geht es in Wirklichkeit um Leistungskürzungen“, ist Huss überzeugt. „Bei Pflege geht es immer um Menschen, die unsere Hilfe benötigen. Ich bekenne mich ganz klar dazu, dass Pflege menschlich, gesellschaftlich und ökonomisch sinnvoll ist“, sagt Huss. Die ÖGK steht als Systempartnerin für integriertes Nahtstellenmanagement im Bereich der Pflege zur Verfügung. Das umfasst medizinische Versorgung der zu pflegenden Personen, Abrechnungen der mobilen Leistungen der Pflege-Träger sowie Bedarfserhebungen im Pflege- und Gesundheitsbereich. Notwendig sind vor allem auch Gespräche mit allen Beteiligten – den Pflegenden und ihren Angehörigen, den Vereinen, den Einrichtungen aus dem Gesundheits- und Sozialbereich - um eine umfassende „Pflege NEU“ in Österreich auf die Beine zu stellen, die für die Betroffenen tatsächlich Verbesserungen bringt.

„Die ÖVP zeigt mit ihrem undurchdachten Konzept, dass sie sich im Thema absolut nicht auskennt.  Pflege ist zu wichtig, um sie zu einem oberflächlichen Wahlkampfschlager zu machen“, erklärt Huss.

 

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