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GBH-Silvan: „Wo bleibt die Fairness beim 12-Stunden-Arbeitstag?“

Druck auf Arbeitnehmer wird unaufhaltsam größer
Eine unlängst veröffentlichte Umfrage, die vom Wirtschaftsprüfungsunternehmen Deloitte Österreich, der Uni Wien und der Uni Graz durchgeführt wurde, zeigt, dass in fast jeder dritten Firma in Österreich ein 12-Stunden-Arbeitstag an der Tagesordnung steht. Dass die Vorteile dieses „flexiblen“ Arbeitens hier einzig und allein auf der Seite der Arbeitgeber liegen, ist für den niederösterreichischen Landesgeschäftsführer der Gewerkschaft Bau-Holz, Rudolf Silvan, nicht zu akzeptieren: „Die türkis-blaue Bundesregierung hat den Arbeitgebern mit der Änderung des Arbeitszeitgesetzes alle Instrumente der Macht in die Hand gegeben und die vielen fleißigen Arbeitnehmer in unserem Land als Maschinen abgestempelt. Menschen sind jedoch keine Maschinen! Die Flexibilisierung der Arbeitszeit ist ein sinnvolles Instrument – muss aber für beide Seiten fair gestaltet sein. Wer zwölf Stunden am Tag arbeitet, muss das Recht auf eine Vier-Tage-Woche haben!“

Dass mit der Einführung des 12-Stunden-Arbeitstages bzw. der 60-Stunden-Arbeitswoche der Druck auf die Arbeitnehmer ständig steigt, liegt auf der Hand, so Silvan, damit einhergehend steigt jedoch auch das Unfallrisiko und das Risiko von psychischen Erkrankungen: „Wir wissen aus einer Studie der AUVA, dass das Unfallrisiko ab der zehnten Arbeitsstunde weit über dem Durchschnitt liegt. Diese schweren Unfälle, die in unmittelbarem Zusammenhang mit Erschöpfung und zu wenig Erholung stehen, haben Türkis und Blau zu verantworten! Genauso wie die vielen Burnout-Erkrankungen, die aufgrund von Leistungsdruck und Dauerstress entstehen. Es ist nun höchste Zeit hier entgegenzusteuern und diese Ungerechtigkeit schnellstmöglich wieder abzuschaffen: Die Arbeitnehmer müssen das Recht auf eine Vier-Tage-Woche haben!“
 

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