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Andreas Huss, MBA
Andreas Huss, MBA Andreas Huss, MBA

GBH-Huss: Billiglöhne und Ausnützen von Bauarbeitern spielt es in Salzburg nicht!

Baustelle wird genauer Prüfung unterzogen werden müssen
Als „Sauerei“ bezeichnet Andreas Huss, MBA, Landesgeschäftsführer der Gewerkschaft Bau-Holz (GBH) Salzburg die Aussagen eines St. Gilgener Abbruchunternehmers, die heute auf der Website des ORF Salzburg veröffentlicht wurden. „Nur wer in Österreich Dumpinglöhne zahlt und miserable Arbeitsbedingungen bietet, findet keine Bauarbeiter“, so Huss wörtlich.
 
Der Abbruchunternehmer hatte über eine deutsche Subfirma rumänische Bauarbeiter auf eine Baustelle in Salzburg Stadt geholt, um Abbrucharbeiten vorzunehmen. „Es ist – gerade auf dem Bau – unüblich, über Entsendungen auch Subunternehmen mit ausländischen Bauarbeitern zu beschäftigen. Aber eines ist klar: Wer auf einer österreichischen Baustelle arbeitet, muss auch zumindest den österreichischen KV-Lohn erhalten und nicht irgendeinen deutschen, rumänischen oder sonstwelchen Lohn. Rumänische Bauarbeiter kommen diesen Unternehmer ohnehin schon deshalb billiger, weil sie nur den rumänischen Sozialversicherungsbeitrag `kosten´ statt den österreichischen“, so Huss, der auch Arbeitnehmer-Obmann der ÖGK ist, die für Lohn- und Sozialdumpingprüfungen zuständig ist.
 
Eine aktuelle Erhebung der BUAK (Bauarbeiter Urlaubs- und Abfertigungskasse) zeigt, dass rund 50 aller ausländischen (Sub)Unternehmungen die in Österreich arbeiten unter KV entlohnen. Da sind strengste Kontrollen angezeigt.
 
Trotz der Bau-Hochkonjunktur, die die Bau-Beschäftigung im vergangenen Jahr steigern konnte, glaubt Huss nicht, dass es im Baubereich keine Arbeiter zu finden gibt. Huss: „Wir haben Jänner, bekanntlich nicht gerade ein Monat, auf dem im Bau Hochbetrieb herrscht. Wenn dieser Unternehmer also keine Arbeiter findet, wird es vielmehr an den Arbeitsbedingungen liegen, die er bietet. Natürlich sind Abbrucharbeiten schwere Arbeiten, es kann aber nicht sein, dass es hier zu wirklich gesundheitsschädlichen Arbeitsbedingungen kommt. Oft ist das der Grund, warum ein Unternehmen keine Beschäftigten findet. Dann muss eben an den Arbeitsabläufen dringend etwas geändert werden. Es ist eine Sauerei, dann herzugehen und stattdessen einfach ausländische Arbeiter zu Hungerlöhnen zu beschäftigen. Billiglöhne in Salzburg spielt es nicht und gesundheitsschädliche Arbeitsbedingungen werden wir auch nicht akzeptieren. Gewinne auf Kosten der Gesundheit von Bauarbeitern zu machen und das auch noch so offen und unverfroren zu argumentieren, ist wirklich zynisch. Wir werden jedenfalls die verantwortlichen Kontrollbehörden dringend auffordern, auf dieser Baustelle ganz genau hinzusehen“, so Huss abschließend.
 

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