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AUVA stärken, nicht aushungern!

AUVA stärken – wichtige Rolle bei Prävention und Rehabilitation
„Zum heutigen Weltkrebstag denke ich besonders an meine Mutter und an meinen Großvater, die beide an Krebs gestorben sind. Daher ist es mir besonders wichtig, dass unser staatliches Gesundheitssystem leistbar und in öffentlicher Hand bleibt. Die Qualität am medizinischen Sektor und in Sachen Gesundheitsvorsorge hat sich in den letzten 30 Jahren permanent, und zwar enorm, verbessert. Diese hohen Standards können nur durch die öffentliche Hand dauerhaft gesichert werden. Den Privatisierungsphantasien der Türkisen erteile ich eine klare Absage“, so Nationalratsabgeordneter und Baugewerkschafter Rudolf Silvan. 
 
„Angeblich, um den Faktor Arbeit zu entlasten, hat die Industriellenvereinigung erst gestern mittels Presseaussendung die nächste Senkung der Arbeitgeberbeiträge zur Unfallversicherung bei Konzernkanzler Kurz bestellt“, ärgert sich Bau-Holz-Gewerkschafter Silvan. Dieser Wunsch ist laut Silvan an Zynismus nicht zu überbieten. „Aber diese Forderungen gerade zum Zeitpunkt des Bekanntwerdens der angespannten finanziellen Lage der AUVA (die Wiener Zeitung hat in der Vorwoche umfassend davon berichtet) und rund um den Weltkrebstag zu stellen, das setzt definitiv noch einen drauf.“ 
 
Pro Jahr sterben rund 1.800 Menschen in Österreich durch arbeitsbedingten Krebs. Das sind viermal so viele Menschen wie durch Verkehrsunfälle sterben. Auf diese alarmierenden Zahlen macht die AUVA vor dem Hintergrund des Weltkrebstages am 4. Februar aufmerksam und kündigt an, auch 2020 die Prävention beruflicher Krebserkrankungen im Fokus ihrer Aktivitäten zu behalten. 
 
„Wenn die Industriellenvereinigung jetzt innerhalb der AUVA erneutes Einsparungspotential ortet, zeugt das von mangelndem Weitblick. Denn weitere Einsparungen würden genau für Projekte wie die 2018 gestartete Kampagne „Gib acht, Krebsgefahr“ das Aus bedeuten und natürlich auch hohe Folgekosten für Unternehmen verursachen“, so Silvan, der selbst bis zu seinem Einzug in den Nationalrat im Verwaltungsrat der AUVA tätig war und nicht zuletzt dadurch die Vorgänge in der AUVA in- und auswendig kennt. 
 
Kleine und mittlere Unternehmen profitieren laut Silvan von den Senkungen der Arbeitgeberbeiträge kaum. Ein Tischlereibetrieb mit fünf Angestellten spart sich laut Silvan im Schnitt rund 150-200 Euro pro Jahr, ein Konzern mit 1.000 Beschäftigen jedoch rund 30-40.000 Euro pro Jahr. „Gerade die kleinen und mittleren Betriebe sind aber jene, die von den präventiven Maßnahmen der AUVA sowie von der erstklassigen Rehabilitation der AUVA massiv profitieren. Diese sind heilfroh, wenn langjährige und gut ausgebildete ArbeiterInnen nach einem Arbeitsunfall rasch und bestmöglich rehabilitiert in den Betrieb zurückkehren, oder im Idealfall ein Arbeitsunfall durch Präventivmaßnahmen von vornherein verhindert werden kann. In Großkonzernen kann ein einzelner Arbeiter naturgemäß viel leichter ersetzt werden“, so der Nationalratsabgeordnete. 
 
„Die laufenden Versuche, die AUVA ausbluten zu lassen, müssen aufhören. Jeder, der schon einmal von den Leistungen der AUVA profitiert hat oder aktuell profitiert, weiß, wie es um die Wichtigkeit der Unfallversicherung und insbesondere um die hohe Qualität der angebotenen medizinischen Leistungen bestellt ist. Das Herbeisehnen des amerikanischen Systems, in dem die Qualität von Gesundheitsvorsorge sowie -leistung und Wiederherstellung nach einem Arbeitsunfall oder Krankheitsfall vorrangig von der Dicke der Geldbörse der ArbeitnehmerInnen abhängig sind, ist für mich der völlig falsche Weg“, macht sich der Nationalratsabgeordnete für leistbare Gesundheitsvorsorge stark und spricht sich dabei deutlich gegen eine Mehrklassenmedizin aus. 

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