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AK-Anderl und ÖGB-Katzian: Es ist nicht zu spät für Kurzarbeit

Bund finanziert Kurzarbeit mit, wenn Beschäftigte in Krankenstand sind
„Die Sozialpartner haben ein Corona-Kurzarbeitsmodell erarbeitet, das ist die beste Lösung, um durch die Krise und aus der Krise zu kommen“, wiederholen AK-Präsidentin Renate Anderl und ÖGB-Präsident Wolfgang Katzian den Appell, dieses Instrument zu nutzen. Die Sozialpartner arbeiten laufend daran, das Kurzarbeitsmodell weiter zu verbessern, berichtet ÖGB-Präsident Wolfgang Katzian. Bereits in der Vorwoche wurde konkretisiert, dass Unternehmen nur mehr die tatsächlich geleistete Arbeit ihrer Beschäftigten bezahlen müssen. Alle weiteren Kosten werden vom AMS übernommen: „Das macht die Kurzarbeit für Unternehmen wirklich attraktiv. Es gibt keinen Grund, MitarbeiterInnen zu kündigen. Nun ist es gelungen, weitere Verbesserungen im Modell einzuarbeiten“, erklärt Katzian: „Der Bund wird auch im Krankheitsfall Kurzarbeit mitfinanzieren, Details werden gerade in einer Richtlinie erarbeitet. Das ist eine wichtige Ergänzung, die Firmen weitere Sicherheiten gibt.“ 
 
„Das Modell ist hochflexibel und kann mit minimalem bürokratischen Aufwand genutzt werden“, so Anderl. „Es sichert den Fortbestand der Betriebe und es sichert die Arbeitsplätze der Beschäftigten. Es ist für praktisch alle Betriebe geeignet, vom kleinen Friseur bis zum großen Industriebetrieb.“ Zehntausende Betriebe haben in den ersten Tagen Anfragen zur Kurzarbeit gestellt, berichten ÖGB und AK. „In 20.000 Unternehmen gibt es bereits konkrete Vorbereitungen, viele weitere haben Kündigungen zurückgezogen, um ebenfalls auf Kurzarbeit umzustellen. Das Corona-Kurzarbeitsmodell sichert quer durch alle Branchen und Betriebe Arbeitsplätze“, bedankt sich ÖGB-Präsident Wolfgang Katzian bei allen Unternehmen, die davon Gebrauch machen. 
 
Anderl: „Kurzarbeit statt Kündigungen – das ist der richtige Weg, um unser Land am Tag nach der Krise schnell wieder hochfahren zu können.“ Es gebe zahlreiche Stellen, die kompetent über die Corona-Kurzarbeit beraten könnten, von den Stellen des AMS über Arbeiterkammer, ÖGB, Gewerkschaften und Wirtschaftskammer. „Es ist nicht zu spät“, appelliert Anderl. „Informieren Sie sich, nutzen Sie das, tragen Sie dazu bei, dass wir rasch wieder in Fahrt kommen – wir werden das dringend brauchen.“ 
 
Der Erhalt möglichst vieler Arbeitsplätze nimmt Betroffenen ihre Existenzängste, er ist aber vor allem auch eine gute Basis zur Sicherung der Kaufkraft jetzt und beim Durchstarten der Wirtschaft, wenn diese Krise überwunden ist, so Katzian: „In diesem Sinne hoffe ich, dass in den nächsten Tagen weitere Unternehmen auf Kündigungen verzichten und stattdessen auf Kurzarbeit umstellen!“ 

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