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ÖGB-Reischl: Risikogruppen wirksam schützen!

Umfassender Kündigungsschutz dringend notwendig
„Risikogruppen sind nicht definiert, sie werden auch nicht gänzlich geschützt und wer jetzt freigestellt wird, läuft später Gefahr, seinen Job zu verlieren“, fasst Ingrid Reischl, Leitende Sekretärin des ÖGB, die neuen gesetzlichen Regelungen zusammen, die Risikogruppen schützen sollen.
 
Unter anderem kritisiert der Österreichische Gewerkschaftsbund das Fehlen eines wirksamen Kündigungsschutzes. So sei es zwar wichtig, wie Reischl betont, dass Risikogruppen in der derzeitigen Situation von zu Hause aus arbeiten können oder freigestellt werden. Gleichzeitig würden Unternehmen damit aber beispielsweise über chronische Erkrankungen ihrer MitarbeiterInnen Kenntnis erlangen. „Ein Kündigungsschutz ist also vor allem für die Zeit nach Corona wichtig. Es muss sichergestellt werden, dass die jetzige Freistellung nicht später zur Kündigung führt“, erklärt die Gewerkschafterin die Relevanz eines umfassenden Kündigungsschutzes ab der Vorlage des Attests.
 
Unverständnis äußert Reischl auch für die weitere Verzögerung bei der Risikogruppen-Definition sowie für die umfassenden Ausnahmen vom Schutz für ArbeitnehmerInnen in kritischer Infrastruktur. „Risikogruppen gehören geschützt und zwar jetzt vor einer Erkrankung und später vor einem möglichen Arbeitsplatzverlust.“
 
 

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