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ÖGB-Reischl: „Risikogruppen jetzt vor Virus schützen und später vor Kündigung“

Regierung soll rasch Klarheit in Sachen Risikogruppen schaffen
Viel wird dieser Tage über „Risikogruppen“ gesprochen. Aber wer ist damit eigentlich gemeint? „Da sind derzeit mehr offene Fragen als Lösungen zu erkennen. Auch über unsere ÖGB-Hotline bekommen wir viele Fragen von Menschen, die wir zurzeit nicht beantworten können, weil es von Seiten der Regierung noch keine klare Definition gibt“, schildert Ingrid Reischl, Leitende Sekretärin im ÖGB.
 
Der Nationalrat hat vergangenen Freitag beschlossen, dass es zur genauen Festlegung  der Definition eine Arbeitsgruppe aus ExpertInnen geben soll. Wann es allerdings erste Ergebnisse gibt, ist noch völlig offen – und bis dahin werden ArbeitnehmerInnen im Unklaren gelassen. „Die Regierung muss hier rasch Klarheit schaffen und nicht in Krisenzeiten auch noch für Verunsicherung sorgen“, fordert Reischl. 
 
Alle ArbeitnehmerInnen sind gleich schützenswert
 
Am Beispiel der Risikogruppen in systemrelevanten Bereichen zeigen sich die Bruchstellen dieser Thematik auf. Denn: Offenbar sind für die Regierung nicht alle ArbeitnehmerInnen gleich schützenswert. Reischl kritisiert: „Alle ArbeitnehmerInnen in systemrelevanten Bereichen sind von dieser Freistellungsmöglichkeit explizit ausgeschlossen. Was machen wir beispielsweise mit den KassiererInnen oder der Pflegekraft, wenn diese eine entsprechende Vorerkrankung haben? Deren Gesundheit wird bewusst riskiert. Alle ArbeitnehmerInnen müssen gleich schützenswert sein.“
 
Es braucht einen Kündigungsschutz
 
Zudem ist die neue Regelung zu kurz gedacht: Wer jetzt als akut Gefährdeter freigestellt wird, läuft Gefahr, später seinen Job zu verlieren. „Es muss sichergestellt sein, dass diese Menschen auch nach der Krise weiterhin arbeiten können. Wir müssen also dafür Sorge tragen, dass Menschen jetzt vor dem Virus und danach vor dem Arbeitsplatzverlust geschützt werden.“ 
 
Das vollständige Interview mit Ingrid Reischl ist auf oegb.at zu finden. 
 
 
 
 

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