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147.850 Arbeitslose über 50 – Kollross und Muchitsch fordern Wiedereinführung der Aktion 20.000

Ende März 147.850 Personen im Alter von 50 plus ohne Arbeit
In Österreich waren Ende März 147.850 Personen im Alter von 50 plus ohne Arbeit, das ist ein Anstieg um 47.551 bzw. 47,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Abg.z.NR Andreas Kollross und Josef Muchitsch fordern deshalb die Wiedereinführung der von Türkis-Blau ausgesetzten Aktion 20.000. „Personen im Alter von 50 oder älter haben es auch ohne diese Krise schwer, wieder in eine Beschäftigung zu kommen, wenn sie einmal arbeitslos sind. Nun müssen wir innerhalb dieser erschwerten Umstände die Regeln neu schreiben. Am besten gelingt der Wiedereinstieg ins Berufsleben durch die Wiedereinführung der Aktion 20.000“, so Muchitsch. 
Die Aktion 20.000 wurde im Sommer 2017 in einem großen Pilotprojekt gestartet. Ende Dezember 2017 gab es den Regierungswechsel. Die Koalition von ÖVP und FPÖ hat mit ihrem ersten Beschluss Anfang Jänner die Beschäftigungsaktion für 20.000 ältere Arbeitsuchende gestoppt. 
 
Trotz des vorzeitigen Endes hat die Begleitstudie der prospect GmbH dem Pilotprojekt sehr gute Ergebnisse attestiert: Demnach wurden 3.824 Personen über 50, die davor keine Aussicht auf eine Anstellung hatten, erfolgreich unterstützt. Weiters wiesen die Ergebnisse der Evaluation darauf hin, dass es mit Hilfe der Förderung vielfach sehr gut gelungen ist, Startnachteilen von Personen am Arbeitsmarkt, die auf niedrige Qualifikationen, Langzeitarbeitslosigkeit und gesundheitliche Einschränkungen zurückzuführen sind, entgegenzuwirken. Im September 2019 verabschiedete der Nationalrat im freien Spiel der Kräfte den Antrag der SPÖ, der entsprechende Ausgaben für aktive Arbeitsmarktmaßnahmen für die Zielgruppe der Aktion 20.000 vorsieht. 
 
Für Andreas Kollross sind dies schlagkräftige Argumente, um die Aktion 20.000 in dieser Krisenzeit wieder einzuführen. „Der Wiederaufbau nach Corona bietet die Chance, nicht nur mit dem Gießkannenprinzip Gelder auszuschütten, sondern auch nachhaltige Wirtschaftspolitik zu betreiben und dabei vulnerable Gruppen zu unterstützen. Wieso schaffen wir dann nicht gleich kollektivvertraglich bezahlte Arbeitsplätze für langzeitbeschäftigungslose Menschen über 50 Jahren? Diese Arbeitsplätze können in Gemeinden, bei gemeinnützigen Organisationen und bei den Sozialen Unternehmen bzw. innerhalb der so oft betonten kritischen Infrastruktur angesiedelt sein“, so Kollross. 
 
Er betont, dass die Aktion 20.000 nicht nur einzelne Menschen unterstützt hätte, sondern ganze Gemeinden. „Da der Bund 100 Prozent der Lohn- und Lohnnebenkosten übernahm, wurden sinnstiftende Arbeitsplätze geschaffen, die von Unterstützungsleistungen für pflegebedürftige Menschen über Kurierdienste in kleinen Gemeinden, in denen das Postamt zusperrte, bis zu Ansprechpersonen in Wohnanlagen reichten.“ 
 
„Ein Aktion 20.000-Arbeitsplatz kostet den Staat netto nur 100 Euro mehr als die Finanzierung der Arbeitslosigkeit. Das ist ein geringer Preis, den man für mehr Lebensfreude und Selbstbestimmung zahlen muss“, so Josef Muchitsch.
 

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