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FSG-ÖGK/Huss: Planbare Spitalsbehandlungen wieder hochfahren

Beste Gesundheitsversorgung für alle Menschen
ÖGK-Arbeitnehmerobmann Andreas Huss fordert, angesichts ausreichender Kapazitäten die planbaren Spitalsbehandlungen langsam wieder hochzufahren.
 
Während der niedergelassene Kassenarztbereich in Österreich zwar weniger frequentiert war, aber grundsätzlich seine Leistungen aufrechterhalten hat, haben die Spitäler auf Grund der Unsicherheit, wie weit die Spitalskapazitäten in der Coronakrise reichen würden, nahezu alle planbaren und aufschiebbaren Behandlungen und Operationen ausgesetzt. Das war grundsätzlich gut, richtig und notwendig.
 
„Nachdem wir aber nun sehen, dass die Kapazitäten bei weitem ausreichend sind - derzeit stehen 18.000 Spitalsbetten und 900 Intensivbetten frei - ist es nun an der Zeit, die planbaren Behandlungen und Operationen wieder langsam hochzufahren“, sagt Huss. Dabei ist aber darauf zu achten, dass, wenn die coronabedingten Hospitalisierungszahlen durch die nun angelaufenen Lockerungen wieder steigen, ausreichend Kapazitäten zur Verfügung stehen.
 
Begonnen könnte dabei mit den tagesklinischen Leistungen wie Katarakte, Hernien, Karpaltunnelsyndrom usw. werden, die meist keinen stationären Aufenthalt erforderlich machen.
 
„Es ist enorm wichtig, möglichst bald wieder mit Behandlungen zu beginnen, denn wir schieben bereits jetzt eine riesige `Bugwelle´ an wartenden PatientInnen vor uns her und müssen diesen in den nächsten Monaten ihre Behandlungen ermöglichen. Je früher wir damit beginnen, desto weniger lang müssen die Menschen auf ihre Behandlungen warten. Auch wenn diese nicht lebenswichtig sind, geminderte Sehkraft, stark schmerzende Gelenke und Wirbelsäulen können das Leben enorm einschränken. Nun müssen wir auch wieder an diese Menschen denken.“
 
Knapp 1 Million Operationen pro Jahr
 
Zuletzt gab es jährlich knapp eine Million operative Leistungen in den österreichischen Krankenhäusern. Huss: „Je länger diese Operationen nicht durchgeführt werden können, umso prekärer wird die Situation für die Betroffenen. Wir müssen daher auch versuchen, möglichst bald mit Operationen zu beginnen, die eine Nachsorge nötig machen. Dazu brauchen wir auch das geordnete Hochfahren der REHA-Einrichtungen.“ Das betrifft vor allem Kniegelenks- und Hüftprothesen, aber auch Wirbelsäulen-OP.
 
Das alles natürlich mit den erforderlichen Schutzmaßnahmen und Gefahreneinschätzungen. So sollte man etwa mit der Behandlung jüngerer PatientInnen ohne Vorerkrankungen beginnen, bekräftigt Huss.
 
„Wir haben in der Krise bewiesen, wie gut unser solidarisches und niederschwelliges Gesundheitssystem funktioniert. Zum Glück haben sich die `Sparer im System´ und `Privatisierungsfetischisten´ noch nicht durchgesetzt. Nun ist es notwendig, bei allem Verbesserungsbedarf, den ich auch im österreichischen Gesundheitssystem noch sehe, die ausgezeichnete Versorgung wieder allen Menschen, die sie brauchen, zukommen zu lassen“, so Huss abschließend.
 

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