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GBH

Silvan zum Gedenktag der Opfer von Arbeitsunfällen: Unfallspitäler schrittweise wieder hochfahren

Über 18.000 Arbeitsunfälle im Jahr 2019 – 22 davon tödlich
„Im Vorjahr verstarben 22 Personen an einem Arbeitsunfall oder an einer Berufskrankheit, österreichweit stieg die Zahl der Arbeitsunfälle leicht - auf über 18.000 - an. Unfallkrankenhäuser sind trotz türkis-blauer Sparmaßnahmen ein gut funktionierender und wichtiger Bestandteil unseres Gesundheitssystems“, sagt der niederösterreichische GBH-Landesgeschäftsführer Abg.z.NR Rudolf Silvan anlässlich des morgigen Gedenktages an die Opfer von Arbeitsunfällen. Silvan plädiert für das schrittweise Hochfahren der Unfallkrankenhäuser und die Durchführung aufgeschobener Operationen und Behandlungen zur Vermeidung von Folgeschäden. 
 
„Türkis-Blau senkte bekanntlich die Beiträge der Dienstgeber zur Unfallversicherung. Der AUVA fehlen dadurch 100 Millionen Euro pro Jahr. Gespart werden musste unter anderem bei präventiven Beratungen im Bereich der Unfallverhütung“, erinnert Silvan weiters. „Jetzt, in Zeiten der Krise, sind wir froh, dass es die sieben Unfallkrankenhäuser der AUVA gibt“, sagt er. Blicke man über die Grenzen hinweg, sehe man, wie wichtig unser gut funktionierendes und ausreichend dimensioniertes Gesundheitssystem sei. „Weitere Einsparungen könnten zu einer massiven Erhöhung von Arbeitsunfällen und einer Überlastung unseres Gesundheitssystems führen“, warnt Silvan.
 
Kritik übt er an der Senkung der Arbeitgeberbeiträge - diese bringe vorrangig großen Konzernen etwas. Kleine und mittlere Unternehmen profitieren laut Silvan von den Senkungen der Arbeitgeberbeiträge kaum. „So spart sich ein Tischlereibetrieb mit fünf Angestellten im Schnitt rund 150 bis 200 Euro pro Jahr, ein Konzern mit 1.000 Beschäftigen jedoch rund 30.000 bis 40.000 Euro pro Jahr.“ Kleine und mittlere Betriebe profitieren dagegen viel mehr von den präventiven Maßnahmen der AUVA sowie von der erstklassigen Rehabilitation der AUVA. Denn ArbeitgeberInnen und ArbeitnehmerInnen sind gleichermaßen froh, wenn langjährige und gut ausgebildete ArbeitnehmerInnen nach einem Arbeitsunfall rasch und bestmöglich rehabilitiert in den Betrieb zurückkehren. Ein wichtiges Anliegen ist Silvan daher auch eine Erhaltung des Weißen Hofes in Klosterneuburg als Gesundheitsstandort.
 
Silvan: „Man stelle sich vor, die türkis-blaue Regierung hätte unser Gesundheitssystem tatsächlich wie ursprünglich geplant um 500 Millionen Euro erleichtert.“ Verhindert wurde dies bekanntlich durch massive Proteste von Bevölkerung, Belegschaft und Gewerkschaft. Diese hatte Silvan in seiner Funktion als Vorsitzender der AUVA-Landesstelle für Wien, NÖ und Bgld. gemeinsam mit dem Betriebsrat der AUVA organisiert. „Ich erwarte mir von der Regierung, dass sie die Lehren aus der Coronakrise zieht und ein deutliches Bekenntnis zur nachhaltigen Stärkung unseres Gesundheitssystems abgibt“, fordert Silvan anlässlich des morgigen Gedenktages. 
 
Service: Am Internationalen Gedenktag für den Arbeits- und Gesundheitsschutz/Commemoration Day am 28. April wird weltweit der Opfer von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten gedacht. Dabei wird die Aufmerksamkeit auch auf jene Menschen gelenkt, die unwürdige, gefährliche und ungesunde Arbeitsbedingungen vorfinden. Der Internationale Gewerkschaftsbund (IGB), der zu diesem Gedenktag aufruft, verknüpft ihn jedes Jahr mit speziellen Forderungen, wie z.B. „Einen guten Arbeits- und Gesundheitsschutz für alle ArbeitnehmerInnen“.
 

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