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GBH

GBH-Muchitsch: Regierung lässt die Beschäftigten im Stich

Wann gibt es endlich Unterstützung für die Menschen, die jetzt ihren Job verlieren?
Die Firma Umdasch plant, die Kurzarbeit zu beenden und rund 300 Beschäftigte abzubauen. Beim Flugzeugzulieferer FACC sind 700 Stellen in Gefahr. „Die Kündigungswelle ist nun leider auch in den Bau-Holz-Betrieben angekommen“, zeigt sich der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft Bau-Holz (GBH) Josef Muchitsch betroffen und warnt: „Wenn die Regierung jetzt nicht endlich ins Handeln kommt, wird das leider nicht die letzte Kündigungswelle sein.“
 
Seit Monaten warnt die GBH davor, dass es im Herbst zu Kündigungswellen kommen wird, wenn die Bundesregierung nicht gegensteuert. Leider wurden alle unsere Warnungen und auch fertige Lösungsvorschläge von der Regierung nicht gehört. 
 
„Wieder zwei große, renommierte, gerade für die Region unheimlich wichtige Betriebe, und wieder Hunderte, ja Tausende Menschen, die ihren Job verlieren, die nicht wissen, wie es weitergeht, und wieder findet es niemand in dieser Bundesregierung der Mühe wert, endlich Maßnahmen zu setzen, die die Wirtschaft und die Beschäftigten wirklich stützen und schützen. Die betroffenen Zulieferbetriebe mit ihren Beschäftigten und deren Auswirkungen sind noch gar nicht berücksichtigt“, so Muchitsch.
 
Die Bundesregierung muss rasch Konjunkturpakete umsetzen, wie sie die Initiative Umwelt + Bauen gefordert hat, die Arbeitsplätze sichern und die Umwelt schützen. Bauverfahren müssen beschleunigt werden, es müssen realistische Perspektiven für das Jahr 2021 geschaffen werden. Nicht zuletzt muss es auch endlich für diejenigen, die trotzdem ihren Job verlieren oder verloren haben, eine Erhöhung des Arbeitslosengeldes geben. Denn mit 55 Prozent vom Lohn kann eine Familie in Österreich nicht überleben.
 
„Die Aussage von Bundeskanzler Kurz `Wir lassen niemanden im Stich´ glaubt nun wohl wirklich niemand mehr. Deshalb werden wir nicht müde, weiter eine Erhöhung des Arbeitslosengeldes zu fordern, damit sich tausende Familien in Österreich das Leben noch leisten können“, sagt Muchitsch.
 
Für die von Kündigung betroffenen Beschäftigten muss es rasch einen Sozialplan geben und eine Stiftung und eine Job-Börse gegründet werden, erklärt Muchitsch: „Über eine Jobbörse sollen regionale Betriebe ihre freien Stellen melden können. Denn es geht jetzt darum, so viele Beschäftigte wie möglich rasch wieder in Arbeit zu bringen. Für die anderen muss es eine Stiftung und Umschulungsmaßnahmen geben.“
 
Abschließend appelliert Muchitsch an die Bundesregierung: „Wie viele Kündigungswellen müssen wir noch erleben, bis Sie endlich den Ernst der Lage erkannt haben? Wenn Sie jetzt nicht handeln, werden wir neben der größten Gesundheitskrise auch die größte Sozialkrise der 2. Republik erleben müssen.“

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