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Muchitsch fordert Pilotprojekt für Vier-Tage-Woche in Österreich

Breiter Diskussionsprozess für freiwillige Arbeitszeitverkürzung – Vier-Tage-Woche international Erfolgsmodell
Baugewerkschaftschef Josef Muchitsch fordert in seiner Funktion als Abg.z.NR und SPÖ-Sozialsprecher die Einführung einer freiwilligen, staatlich geförderten Vier-Tage-Woche. Für Muchitsch ist „die Neuverteilung der Arbeitszeit die Zukunft“.
 
Im Sommer soll es einen breiten Diskussionsprozess mit den Parlamentsparteien und Interessenvertretungen zur geförderten Vier-Tage-Woche geben, um ein Pilotprojekt mit wissenschaftlicher Begleitung zu etablieren. Dies ist auch notwendig, um im internationalen Wettbewerb um Facharbeitskräfte standhalten zu können.
 
Muchitsch betonte angesichts der Corona-Krise und der sozialen und wirtschaftlichen Folgen, „im Kampf gegen Arbeitslosigkeit und im Wettbewerb um Fachkräfte neue Wege gehen und neue Lösungen umsetzen“ zu wollen. „Für uns ist wichtig, dass auch Österreich Anreize schafft, um Unternehmen abzuholen, die der Vier-Tage-Woche jetzt noch kritisch gegenüberstehen.“ Muchitsch betont die Vorteile einer verkürzten Arbeitszeit: „Die internationalen Ergebnisse sind einzigartig: 20 Prozent weniger Arbeitszeit bedeuten 40 Prozent mehr Produktivität.“ Der Fachkräftemangel sei für Unternehmen mit kürzeren Arbeitszeiten kein Problem, „weil sie besonders attraktiv sind“. Denn Zufriedenheit und Effizienz der ArbeitnehmerInnen würden steigen – „mehr Freizeit, mehr Familie, mehr Beitrag zum Klimaschutz“, hob Muchitsch hervor. 
„Ich kann nicht immer nur von ArbeitnehmerInnen verlangen, flexibler zu werden. Auch die Arbeitswelt muss diesen Schritt mitgehen“, sagte Muchitsch, der die Bundesregierung auffordert, nicht wegzuschauen. „Die Politik muss branchenspezifisch über gesetzliche Regelungen die Rahmenbedingungen schaffen, um Kritiker abzuholen und Pilotprojekte für die Vier-Tage-Woche zu starten.“
 
Die Gewerkschaft Bau-Holz in
den Bundesländern...