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GBH

Digitalisierung: Jobkiller oder Jobmotor?

GBH-Neujahrstreffen in Klagenfurt: Digitalisierung ist Chance für fairen Wettbewerb

Digitalisierung und Automatisierung – in diesem Zusammenhang spricht man über Chancen für mehr neue Arbeitsplätze. Ist das aber wirklich so? Wie schaffen wir neue Arbeitsplätze, wenn zum Beispiel Roboter die Ziegel beim Neubau versetzen? Wie können neue Arbeitsplätze entstehen, wenn Maschinen die Menschen in Fabriken ersetzen? Wo liegen denn wirklich die Vorteile von Digitalisierung und Automatisierung aus der Sicht der Beschäftigten? Mit diesen Fragen beschäftigte sich die Gewerkschaft Bau-Holz (GBH) gemeinsam mit zahlreichen Gästen bei ihrem traditionellen Neujahrstreffen in Klagenfurt.

„Digital ist normal, wir können und dürfen uns der Digitalisierung nicht verschließen“, so der GBH-Bundesvorsitzende Abg.z.NR Josef Muchitsch vor mehr als 120 Gästen.

Landeshauptmann Peter Kaiser kritisierte das Ende der Aktion 20.000 scharf: „Das ist eine Katastrophe für ältere ArbeitnehmerInnen, die verzweifelt einen Job suchen. Die neue Bundesregierung zeigt damit ihr wahres Gesicht. Das Fundament, um mit Digitalisierung und Automatisierung gut umgehen zu können, ist ein funktionierender Sozialstaat. Als ArbeitnehmerinteressenvertreterInnen müssen wir zusammenstehen und arbeitnhmer- und arbeitsplatzfeindliche Maßnahmen der Bundesregierung aufzeigen.

Abg.z.NR Philip Kucher bekräftigt: „Österreich steht für Qualität. Das ist unsere große Chance für die Zukunft, die wir mit guter Ausbildung und dem Forcieren von Talenten nutzen müssen. Die Menschen müssen ein Recht auf Weiterbildung haben und wir müssen auch Lösungen dafür finden, wie wir in Zukunft, wenn Maschinen viele Arbeitsplätze kosten, unseren Sozialstaat finanzieren.“


„Wir müssen die Digitalisierung auch als Chance begreifen“, so Muchitsch abschließend, „als Chance, den Wettbewerb gerade im Baubereich fairer zu machen und Lohn- und Sozialdumping zu bekämpfen. Mit der elektronischen Erfassung aller Arbeitszeiten, mit Zeitkonten für die Jahresbeschäftigung und mit einer Bau-Card, die Transparenz und ein Ende der `Zettelwirtschaft´ am Bau bringt, kann uns das in unserer bewährten Bau-Sozialpartnerschaft gelingen.“

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