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GBH

Baucard wichtig gegen Lohndumping

Gewerkschaft Bau-Holz Salzburg - die Baucard ist wichtiger Beitrag zur Bekämpfung von Lohn- und Sozialdumping auf Salzburger Baustellen

GBH Salzburg: Die heute im Salzburger Landtagsausschuss diskutierte Baucard als Zutritts- und Versicherungskontrollsystem muss kommen. Die Baucard ist ein wichtiger Beitrag zur Lösung von Lohn- und Sozialdumping auf Salzburger Baustellen!

GBH Landesgeschäftsführer Andreas Huss kritisiert die Blockade der Salzburger Wirtschaftskammer zur Baucard.

Sowohl der Bundesinnungsmeister als auch andere Landesinnungsmeister der Baugewebe in anderen Bundesländern ziehen mit der Gewerkschaft Bau-Holz an einem Strang und unterstützen die Baucard als Baustellenzutritts- und Sozialversicherungskontrollsystem mit vollem Engagement.

„Dass die Salzburger Wirtschaftskammer und der Innungsmeister des Baugewebes das nicht tun ist nicht nur überraschend, sondern vor allem enttäuschend und richtet sich gegen die Interessen der Baubranche“ so Huss.

Worum geht es:

Derzeit haben wir auf unseren Baustellen das Problem, dass Kontrollen mühsam und aufwendig sind. Ziel muss es sein, effizienter zu kontrollieren. Gerade Arbeitnehmer von ausländischen Subunternehmen sind oft nicht korrekt oder gar nicht angemeldet. Niemand weiß zudem, ob und vor allem wo diese Arbeitnehmer sozialversichert sind.

Ein Salzburger Baumeister bringt es auf den Punkt. „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht, alle Arbeitnehmer ordentlich gemeldet, ausgebildet und unterwiesen. Zudem halten wir alle erforderlichen Unterlagen auf den Baustellen bereit. Dann kommen irgendwelche windigen (ausländischen) Subunternehmer die tun was sie wollen. Da rennen zum Teil Arbeitnehmer auf Baustellen herum, die für nicht beauftragte und genehmigte Subfirmen arbeiten.“ Und er hat absolut recht damit!

Während lt. BUAK-Statistik (aus den BUAK Baustellenkontrollen) bei heimischen Unternehmen weniger als 1 % Verdachtsfälle auf Unterentlohnung anfallen, sind es bei ausländischen Unternehmen über 40 %.

„Das bekommen wir nur in den Griff, wenn wir es mit einem elektronischen Zutrittssystem schaffen, mit dem jeder Bauarbeiter per Card mit Foto elektronisch überprüft wird, ob er für ein vom Auftraggeber genehmigtes Unternehmen arbeitet und auch eine entsprechende Arbeitserlaubnis hat“, so Andreas Huss.

Der Auftraggeber (oder eine von ihm beauftragte Firma) ist für die Zutrittskontrollsysteme zuständig und stellt auch die Baucards aus. Dass solche Systeme gut funktionieren, zeigen einzelne Beispiele, wie die Generalsanierung des Hauptverbandes der Österreichischen Sozialversicherungsträger. Dieser hat ein darauf spezialisiertes externes Unternehmen (www.ishap.at) mit der Kontrolle und der Überprüfung beauftragt.

Und diese Investitionen rechnen sich vielfach. Denn Lohn- und Sozialdumping schwächt nicht nur unsere heimischen Sozialsysteme, sondern schaffen einen absolut unfairen Wettbewerb, der schlussendlich zu einem enormen Schaden für die heimische Bauwirtschaft führt.

Gerade deshalb ist die Blockadehaltung der Salzburger Wirtschaftskammer absolut unverständlich. Dazu kommt noch, dass die Baucard gerade das was die Innung kritisiert, nämlich den Aufwand zur Verfügbarkeit von Lohn- und Arbeitszeitunterlagen, minimieren könnte.

Andreas Huss fordert daher die Salzburger Wirtschaftskammer und die Bauinnung auf, sich so wie andere Landesinnungen und die Bundesinnung auch hinter das Sozialpartnermodell der Baucard zu stellen und dies mit aller Kraft zu unterstützen. Eine Beschlussfassung des Antrages in der heutigen Landtagsausschusssitzung könnte schon ein erster Meilenstein zu Lohn- und Sozialdumpingfreien Baustellen in Salzburg sein. Davon würden nicht nur die Steuer- und Beitragszahler profitieren, sondern vor allem die Salzburger Bauunternehmen, ist sich Huss sicher.

 

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