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GBH

150 Jahre GBH Vorarlberg

Gewerkschaft Bau-Holz feiert 150. Geburtstag: Vieles wurde verbessert. Vieles muss noch verbessert werden!

Vor 150 Jahren wurden erste historische Vorläufer der Gewerkschaft Bau-Holz gegründet. Am 11. Oktober wurde in Vorarlberg dieses Jubiläum gefeiert. Im Rahmen des Festaktes wurden Ehrengäste wie GBH-Bundesvorsitzender NRAbg. Josef Muchitsch, Landesgeschäftsführer Gerhard Flatz, ÖGB-Landesvorsitzender Norbert Loacker, die Betriebsräte von Rhomberg Bau und Nägele Hoch-Tiefbau, Simon Lehninger und Fritz Rupert, begrüßt. Mehrfach wurde die enorme Bedeutung der GBH betont, wie sich auch in den Diskussionsrunden angesichts der Errungenschaften in den 150 Jahren bestätigt hat.

ÖGB-Landesgeschäftsführerin Manuela Auer moderierte den Abend und ging auf die Geschichte der GBH in Vorarlberg ein. Nach 1877 bildeten sich so genannte Arbeiterbildungsvereine. Ziel war es schon damals, bessere Arbeitsbedingungen zu erreichen. Nachdem europaweit immer mehr Berufsgruppen Gewerkschaften gebildet hatten, wurden im Jahre 1893 auch in Vorarlberg erste gewerkschaftliche Ortsgruppen gegründet – vor allem der Holzarbeiter in Dornbirn, Bregenz und Feldkirch. Nach und nach kamen Gewerkschaften hinzu. Nach ihrer Auflösung und Unterdrückung im ersten und zweiten Weltkrieg wurde 1945 der überparteiliche ÖGB mit wesentlicher Unterstützung der Gewerkschaft Bau-Holz neu gegründet.

Seitens der GBH wurde auf die Errungenschaften eingegangen, wie etwa Kollektivverträge, Abfertigungen, Schwerarbeiterregelung, Urlaubs- und Weihnachtsgeld, das Überbrückungsgeld für Bauarbeiter uvm. GBH-LGF Gerhard Flatz: "Wir sind stolz auf das gemeinsam Erreichte und gehen mit Elan und Zuversicht in die nächsten 150 Jahre". Für Flatz ist klar, dass die Anforderungen an die Gewerkschaftsarbeit nicht kleiner werden. „Die Digitalisierung der Arbeitswelt und zunehmend internationale Arbeitskräfte, Lohn- und Preiswettkampf sind große Herausforderungen, denen sich ÖGB und Gewerkschaften stellen werden“, so Flatz.

Bundesvorsitzender Muchitsch stellte das GBH-Jubiläumsbuch vor und bekräftigte: "In letzter Zeit gibt es vermehrt Angriffe auf wichtige gewerkschaftliche Errungenschaften wie geregelte Arbeitszeiten, Kollektivverträge oder Arbeitnehmerschutzbestimmungen. Dazu kommen neue Herausforderungen, vor allem durch einen zunehmenden unfairen Wettbewerb auf Kosten der Arbeiternehmer speziell in unseren Branchen. Deshalb werden wir auch zukünftig mit unseren Sozialpartnern der Politik umsetzbare Konzepte vorlegen, um dadurch heimische Betriebe und Arbeitsplätze zu schützen. Dabei werden wir auch zukünftig so lange laut sein, bis wir gehört werden."
 

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