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GBH

Digitalisierung: Jobkiller oder Jobmotor?

Neujahrsempfang der Gewerkschaft Bau-Holz (GBH) stand ganz im Zeichen von Robotern und dem digitalen Wandel

„Digital ist normal, wir können und dürfen uns der Digitalisierung nicht verschließen“, betonte der GBH-Bundesvorsitzende Abg.z.NR Josef Muchitsch vor rund 80 Gästen beim Neujahrsempfang der Gewerkschaft Bau-Holz Vorarlberg im Festsaal der AK-Vorarlberg in Feldkirch. Digitalisierung und Automatisierung bedeuten eine grundlegende Veränderung der Arbeitswelt, die auch die Bau- und Holzwirtschaft betrifft. Die GewerkschafterInnen sind bei diesem Thema in vielerlei Hinsicht besonders gefordert.

Die Digitalisierung verursacht Jobängste, bietet aber auch Chancen. Darauf wurde beim Neujahrsempfang der GBH-Vorarlberg der Fokus gelegt. Häufig werde darüber geredet, dass durch die Digitalisierung mehr neue Arbeitsplätze entstehen, so GBH-Bundesvorsitzende Abg.z.NR Josef Muchitsch. „Die Frage ist aber: Wie schaffen wir neue Arbeitsplätze, wenn zum Beispiel Roboter die Ziegel beim Neubau versetzen? Wie können neue Arbeitsplätze entstehen, wenn Maschinen die Menschen in Fabriken ersetzen“, stellte Muchitsch zur Diskussion. Studien besagen, dass durch die Automatisierung bei der Berufsgruppe der Ingenieure rund 35 Prozent der Jobs wegfallen könnten, bei Hilfsarbeitern im Baugewerbe sind es rund 66 Prozent. Als wichtigste Maßnahme, um Arbeitslosigkeit zu verhindern, gilt für Muchitsch die Aus- und Weiterbildung.

Muchitsch (zog Parallelen zur ersten Industriellen Revolution und) bekräftigte, es käme wesentlich darauf an, die Entwicklung optimal zu nutzen. „Wir müssen die Digitalisierung auch als Chance begreifen“, so Muchitsch, „als Chance, den Wettbewerb gerade im Baubereich fairer zu machen und Lohn- und Sozialdumping zu bekämpfen. Mit der elektronischen Erfassung aller Arbeitszeiten, mit Zeitkonten für die Jahresbeschäftigung und mit einer Bau-Card, die Transparenz und ein Ende der `Zettelwirtschaft´ am Bau bringt, kann uns das in unserer bewährten Bau-Sozialpartnerschaft gelingen.“ Für die GewerkschafterInnen ist die Mitsprache ein wesentlicher Punkt, um den digitalen Wandel gerecht und aktiv im Sinne der ArbeitnehmerInnen mitgestalten zu können.

Unter den rund 80 Gästen waren ÖGB-Landesvorsitzender Norbert Loacker, ÖGB-Landesgeschäftsführerin Manuela Auer, der FSG-Vorsitzende Werner Posch und ÖGB-Frauenvorsitzende Iris Seewald. Von der Wirtschaftskammer folgten Bau-Innungsmeister BM Ing. Peter Keckeis und der Geschäftsführer der Sparte Handwerk und Gewerbe, Thomas Peter, der Einladung. Auch Baumeister Norbert Blum und Wolfgang Doppler von der Bauakademie sowie Landesschulinspektor Mag. Franz Josef Winsauer nutzten die Gelegenheit, um im Anschluss an den offiziellen Teil mit dem Geschäftsführer der Firma Tomaselli-Gabriel, Dipl. Ing. Philipp Tomaselli sowie dem Personalleiter der Firma Jäger Bau, Thomas Spalt zu diskutieren.

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