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GBH

„Kick-off“ gegen Kürzungen in der überbetrieblichen Lehrausbildung

Gewerkschaftsprotest vor Sozialministerium gegen Kürzungen für ÜBA-Lehrlinge

Vor dem Sozialministerium protestierte die Gewerkschaftsjugend heute, Mittwoch, gegen die geplanten Einsparungen in der Überbetrieblichen Lehrausbildung. „Wir werden nicht widerstandslos hinnehmen, dass die Bundesregierung die Rechte und Einkommen von Jugendlichen beschneidet“, so der Bundesjugendvorsitzende der Gewerkschaft Bau-Holz (GBH) Albert Scheiblauer.

Durch die Kürzung der Deckung des Lebensunterhalts (DLU) für Lehrlinge über 18 Jahre wird deren Einkommen massiv beschnitten. Die Beihilfe für Über-18-Jährige wird ab 1. September 2018 in den ersten zwei Lehrjahren von 753 auf 325,80 Euro monatlich zusammengestrichen. GBH-Bundesjugendvorsitzende Armina Pramenkovic: „Nur, weil diesen Lehrlingen Geld weggenommen wird, wird es keine einzige zusätzliche Lehrstelle in den Betrieben geben. So eine Maßnahme mindert den von der Wirtschaft beklagten `Fachkräftemangel´ nicht, sondern verstärkt ihn.“

In den kommenden Wochen werden die Lehrlinge in den Ausbildungseinrichtungen von der Gewerkschaftsjugend darüber informiert, was sie erwartet.
Pramenkovic: „Die Regierung beschneidet unser Sozialsystem. Den Jugendlichen soll nicht nur der Jugendvertrauensrat weggenommen werden, nun sollen ÜBA-Lehrlinge auch noch mit Almosen abgespeist werden. Die Lehrlinge in den Überbetrieblichen Maßnahmen bekommen schon so zu wenig DLU und noch dazu kein Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Ich habe selbst in einer ÜBA gelernt und der Gedanke, dass sich viele meiner KollegInnen keine eigene Wohnung mehr leisten können und sich keine stabile finanzielle Zukunft aufbauen können, ist erschreckend. Wir brauchen Perspektiven für die Lehrlinge in der ÜBA durch finanzielle Absicherung und laufende Qualitätsverbesserung der Ausbildung mit besserer Vorbereitung auf den Arbeitsmarkt.“

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