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GBH

Nein zum 12-Stunden-Tag

300 GewerkschafterInnen bei ÖGB-BetriebsrätInnenkonferenz

„Mit der gesetzlichen Ausweitung der Arbeitszeit greift die Bundesregierung massiv in unsere Lebensgestaltung ein. Wer länger arbeiten muss, hat weniger Zeit für Familie, Freizeit, Vereine. Für Burgenlands PendlerInnen verschärft sich die Situation noch, weil sie bis zu zwei Stunden Anfahrtszeit zu ihren Arbeitsplätzen haben und damit 14 bis 16 Stunden pro Tag unterwegs wären“, kritisiert ÖGB-Landesvorsitzender Erich Mauersics.

Bei der heutigen BetriebsrätInnenkonferenz in Eisenstadt trafen sich fast 300 BetriebsrätInnen, JugendvertrauensrätInnen und PersonalvertreterInnen aus dem Burgenland. Sie sprachen sich geschlossen gegen die Pläne der Bundesregierung aus. Viele von ihnen bereiten für die kommenden Tage Betriebsversammlungen vor, um ihre KollegInnen zu informieren. Für den 30. Juni ruft der ÖGB Burgenland zur Großdemonstration in Wien auf.

Freizeit - Familie - Geld - Gesundheit

Kritisiert wird vor allem der Eingriff in die Lebensgestaltung durch die Ausweitung der Arbeitszeit. Ein 12-Stunden-Tag bringt Probleme für Familie, die auf Kinderbetreuungseinrichtungen angewiesen sind. Schwer wird es auch mit der Freizeitgestaltung, wenn Eltern länger arbeiten müssen. Bei einer 60-Stunden-Woche bleibt kaum Zeit für die Arbeit in Vereinen wie der freiwilligen Feuerwehr. Es geht aber auch um den Schutz der Beschäftigten und um ihre Selbstbestimmung bei der Ablehnung von Überstunden, um die Gefährdung der Gesundheit durch überlanges Arbeiten und erhöhter Unfallgefahr.

„Außerdem ist der 12-Stunden-Tag ein unverschämter Griff in die Geldbörsen der ArbeitnehmerInnen, insbesondere bei Gleitzeit und All-in-Verträgen, wenn es um die Bezahlung der Überstunden geht“, gibt Mauersics zu bedenken.

Demo - Sei dabei!

In vielen burgenländischen Betrieben und Dienststellen werden ab morgen Versammlungen abgehalten, es wird informiert und darüber beraten, welche weiteren Maßnahmen – auf betrieblicher und überbetrieblicher Ebene – ergriffen werden. Viele der Anwesenden werden auch am 30 Juni bei der Demo gegen den 12-Stunden-Tag in Wien dabei sein. Der ÖGB stellt Busse zur Verfügung. Informationen zum Busfahrplan gibt es unter www.oegb.at/bgld.

Fragen zum 12-Stunden-Tag?

Bei einer von ÖGB eingerichtetenTelefonhotline zum 12-Stunden-Tag beantworten ArbeitsrechtsexpertInnen ab sofort Fragen zu Arbeitszeit, Überstunden und Zuschläge. Erreichbar ist die Hotline täglich von 9-18 Uhr unter 0800 22 12 00 60.

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