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Arbeitsbedingte Krebserkrankungen - Muchitsch: Regierung erhöht mit 12-Stunden-Tag Risiken für Beschäftigte

Es gibt massiven Handlungsbedarf bei arbeitsbedingten Krebserkrankungen

„Es gibt massiven Handlungsbedarf bei arbeitsbedingten Krebserkrankungen. Was diese Bundesregierung macht, ist das genaue Gegenteil: Sie setzen die Beschäftigten mit der Ausweitung des 12-Stunden-Tags und der Erhöhung der Jahresarbeitszeit weiteren Risiken aus und zerschlagen die AUVA - die Institution, die die höchste Kompetenz bei der Prävention arbeitsbedingter Erkrankungen hat“, so Baugewerkschaftschef Abg.z.NR Josef Muchitsch zu Ministerin Hartinger-Klein und ihren Aussagen im Rahmen der internationalen Konferenz „Kampf gegen arbeitsbedingten Krebs“. Nach Schätzungen sterben in Österreich jährlich mehr als 1800 Menschen an arbeitsbedingten Krebserkrankungen, das sind 5 Tote pro Tag. „Bei diesen Zahlen schrillen die Alarmglocken, da reicht Aufklärung alleine nicht“, so Muchitsch.


Die Regierung entzieht der AUVA und damit dem Gesundheitswesen 500 Millionen Euro. „Damit wird ein funktionierendes System zerstört und auf andere Träger verlagert. Viel sinnvoller wäre es im Gegenteil, die Betreuung von beruflich bedingten Krebserkrankungen ganz bei der AUVA zu konzentrieren. Dort ist das größte Know-how, das wäre am effizientesten“, gab Muchitsch zu bedenken. Klar sei auch, dass in einigen Berufen das Risiko, an Krebs zu erkranken, besonders hoch ist, so auch am Bau durch Quarzstaub oder in der Metallverarbeitung durch Schweißrauch.

„Hier muss noch mehr unternommen werden, um die Belastungen, denen die ArbeitnehmerInnen ausgesetzt sind, zu minimieren. Die Ministerin hätte viel zu tun im Sinne der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Aber bis jetzt gibt es nur Kürzungsprogramme auf deren Kosten“, kritisierte Muchitsch.

 

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