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GBH

Karfreitag – Muchitsch: „Regierungspfusch“

Es sind wieder die Arbeitnehmer, die bei dieser Regierung draufzahlen.

„Es sind wieder die Arbeitnehmer, die bei dieser Regierung draufzahlen. ‚Generös‘ gibt die Regierung den ArbeitnehmerInnen am Karfreitag ab 14 Uhr frei. Die Regierung rechnet offenbar damit, dass alle 12 Stunden arbeiten, damit sie dann den halben Tag ab 14 Uhr frei haben. Das ist ja alles lächerlich. Was soll das für eine Lösung sein?“, ist GBH-Bundesvorsitzender Abg.z.NR Josef Muchitsch über diesen neuerlichen „Kniefall der Regierung vor Wirtschaft und Industrie“ empört. Muchitsch fügt hinzu: „In vielen Branchen ist Freitag Frühschluss: Das sind circa 40 Prozent aller Beschäftigten, die von Montag bis Donnerstag neun Stunden arbeiten und am Freitag früher aufhören. Die haben gar nichts von diesem Regierungspfusch. Und Arbeitnehmer evangelischen Glaubens, die bisher frei hatten, müssen jetzt bis 14 Uhr arbeiten.“ Muchitsch erinnert an die Worte von Bundeskanzler Kurz zum Karfreitag, wo er meinte, „niemandem soll etwas weggenommen werden“: „Offenbar alles nur schöne Worte, die arbeitenden Menschen sind mit der Regelung wieder mal die von ÖVP und FPÖ Verratenen“.


Muchitsch betont, dass „die Beschäftigten in Österreich im Jahresdurchschnitt derzeit bereits auf 57 Arbeitsstunden mehr als ArbeitnehmerInnen in Deutschland, 74 Stunden mehr als ArbeitnehmerInnen in Schweden und 103 Stunden mehr als ArbeitnehmerInnen in Dänemark kommen“. Und durch die Änderungen des Arbeitszeitgesetzes im Zusammenhang mit dem 12-Stunden-Tag wurde zudem die Jahresarbeitszeit um 96 Stunden - mögliche zulässige Überstunden - verlängert. Überdies ersparen sich die Unternehmen meist die sechste Urlaubswoche, weil diese wegen der immer kürzeren Arbeitsverhältnisse für immer weniger Menschen erreichbar ist. „Daher wäre der Karfreitag als zusätzlicher Feiertag nur ein kleiner Ausgleich dafür“, so Muchitsch.


„Wer ist mit dieser Lösung eigentlich zufrieden? Es sind bis jetzt alle dagegen: Der Handel, die Gewerkschaften, die kirchlichen Vertreter, und sogar die Vertreter der Wirtschaftskammer. Zufrieden sind offenbar wieder nur die ÖVP-Großspender“, vermutet Muchitsch.

 

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