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Sozialpartner wollen Jahresarbeitszeit am Bau neu regeln

"Arbeitscard Bau" soll Daten für Kontrollen zusammenfassen - Baustellendatenbank geplant - Gespräche über Sondermodell Altersteilzeit

Wien (APA) - Die Sozialpartner wollen heuer über eine "Jahresarbeitszeit" am Bau verhandeln, auch wenn es dazu bereits bestehende Regelungen im Kollektivvertrag gebe, teilten Bundesinnungsmeister Hans-Werner Frömmel und der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft Bau-Holz (GBH) Josef Muchitsch am Mittwoch in einer gemeinsamen Aussendung mit.

Ziel sei "ein neues, leicht administrierbares Modell, welches den branchenüblichen Gegebenheiten noch mehr entspricht und gleichzeitig die gesundheitlichen Auswirkungen auf Schwerarbeiter berücksichtigt".

Außerdem wollen die Bau-Sozialpartner eine "Arbeitscard Bau" schaffen. Sie soll Daten enthalten, die bei Kontrollen auf der Baustelle benötigt werden. Zwar ist noch offen, welche Daten genau gespeichert werden, Muchitsch spricht aber von einem "Führerschein am Bau", einer "Zutrittsberechtigung für alle legalen Beschäftigten auf Baustellen". Damit könne man den Verwaltungsaufwand auf den Baustellen abschaffen. Dazu passt die geplante Schaffung einer Baustellendatenbank, in die öffentliche Auftraggeber ab bestimmten Auftragssummen Daten zu ihren Baustellen speichern müssten. Auch dies würde den Kontrolloren die Arbeit erleichtern.

Die Sozialpartner wollen ein "Sondermodell Altersteilzeit am Bau" schaffen, darüber gebe es bereits Gespräche mit der Politik. Dafür wenden sie sich ausdrücklich gegen die Ausweitung von Teilzeit, da diese am Bau oft als Instrument für einen unfairen Wettbewerb genutzt werde. Derzeit gebe es über 9.000 Teilzeitbeschäftigte in der Bauwirtschaft, die Tendenz sei steigend.

Im Frühjahr stehen die alljährlichen Kollektivvertragsverhandlungen auf dem Programm.

(Schluss) tsk/itz

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