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In der Bauarbeiter-Lohnrunde vom 3. März 2010 einigten sich die Bundesinnung Bau und der Fachverband der Bauindustrie mit der Gewerkschaft Bau-Holz (GBH) erstmalig auf einen Dreijahresabschluss. In einem Gesamtpaket werden die kollektivvertraglichen Mindestlöhne und Lehrlingsentschädigungen an den Verbraucherpreisindex (VPI) gebunden und wie folgt erhöht:
per 1. Mai 2010: Verbraucherpreisindex plus Zuschlag 1,1 %*
per 1. Mai 2011: Verbraucherpreisindex plus Zuschlag 0,85 %*
per 1. Mai 2012: Verbraucherpreisindex plus Zuschlag 0,9 % *
Zusätzlich wurden Qualitätsprämien für Lehrlinge mit gutem und
ausgezeichnetem Erfolg bei der Lehrabschlussprüfung sowie bei
positiver Ablegung der Qualitätsüberprüfung vereinbart. Ebenso eine
zweite Heimfahrt pro Monat für Wochenpendler auf Baustellen außerhalb
des Wohnortes.
Bundesinnungsmeister Ing. Hans-Werner Frömmel und Fachverbandsobmann Dr. Hans Peter Haselsteiner sehen den Abschluss als fairen Kompromiss. "Die Bindung an den Verbraucherpreisindex gewährleistet Flexibilität. Der Dreijahresabschluss erleichtert die langfristige Kalkulation für die Unternehmen", erklärten die Arbeitgeberverhandler nach der achtstündigen, in partnerschaftlicher
Atmosphäre verlaufenen Verhandlungsrunde.
Weiters wurde zwischen der Gewerkschaft Bau-Holz und den Bauverbänden des Bauhauptgewerbes, der Bauindustrie sowie des Baunebengewerbes vereinbart, über den Gesetzgeber eine Angleichung des Bauarbeiter-Urlaubsrechts an das allgemeine Urlaubsrecht zu initiieren. Zur Verbesserung der Jahresbeschäftigung wird ein Verbrauch von Alturlauben bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses gesetzlich geregelt.
Die Sozialpartner bekennen sich grundsätzlich zur BUAK, insbesondere als Einrichtung zur Bekämpfung des Sozialbetrugs.
Außerdem wurden Arbeitsgruppen zur Regelung einer neuen Höhenzulage, zur Jahresbeschäftigung und zu Steuerfragen in Zusammenhang mit Taggeld und Versteuerung von Sonderzahlungen sowie für eine kontinuierliche Auszahlung des Urlaubszuschusses vereinbart.
In Bezug auf die geplanten Änderungen im Pensionsrecht durch die Bundesregierung kamen die Bau-Sozialpartner überein, sich für verbesserte Bedingungen zur Erlangung der Schwerarbeits- und Invaliditätspension für Bauarbeiter einzusetzen
Erstmals ist es heuer gelungen, dass Bauindustrie und Baugewerbe gemeinsam mit den Bauhilfs- und Nebengewerben verhandelt haben.
Auch die ArbeitnehmervertreterInnen sehen angesichts der äußerst schwierigen Rahmenbedingungen für die Bauwirtschaft in den nächsten Jahren in diesem Gesamtpaket einen gelungenen Abschluss. "Mit diesem Abschluss sichern wir nicht nur das Realeinkommen für 130.00 Bauarbeiter und deren Familien, sondern empfehlen auch der Bundesregierung, die sozial ungerechten Härten im Pensionssystem für die Schwerarbeiter zu korrigieren", bekräftigen der Verhandlungsleiter und Stv. GBH-Bundesvorsitzende Abg. z. NR Josef Muchitsch sowie der GBH-Bundesvorsitzende Johann Holper.
Nähere Informationen zum KV-Abschluss erhältst du in deiner GBH-Landesorganisation!
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* VPI der Statistik Austria (2005) Durchschnitt vom 1.3.2009 bis
28.2.2010
VPI der Statistik Austria (2005) Durchschnitt vom 1.3.2010 bis
28.2.2011
VPI der Statistik Austria (2005) Durchschnitt vom 1.3.2011 bis
29.2.2012
Die genauen Prozentsätze ergeben sich nach der Veröffentlichung des
VPI Mitte März des jeweiligen Jahres.
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