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Fotos von der Demo

Noch mehr Fotos von der Demo

ORF Online: "Lohnverzicht rettet keine Arbeitsplätze"

Der Standard: Demo um Löhne - "Erst abkassieren, dann abservieren"

Kurier: Lohndemo - Wir brauchen das Geld!


25.000 setzten deutliches Zeichen

Demo für faire Einkommen grandioser Erfolg


Ein grandioses und buntes Bild am Schwarzenbergplatz - ein langer Demo-Zug bis vor die Wirtschaftskammer: Die Demonstration für faire Einkommen war ein großartiger Erfolg für die Gewerkschaften und die Beschäftigten von zehn Branchen, in denen die Kollektivvertragsverhandlungen stocken. Und sie war ein eindeutiges Signal an die ArbeitergeberInnen: Wir lassen nicht zu, dass die Wirtschaft die Last der Krise auf die Beschäftigten abwälzt. Wir kämpfen für faire Löhne und unsere Kollektivverträge!

Demonstrationsrecht nicht in Frage stellen

ÖGB-Präsident Erich Foglar ging in seiner Rede auf die Kritik der ArbeitgeberInnen an der Demo ein. Foglar sagte, es sei legitim, dass die ArbeitnehmerInnen auch auf der Straße auf ihre berechtigten Anliegen aufmerksam machen: "Eines ist ganz klar: Wir demonstrieren wann, wo und warum wir wollen!"

Es gibt genug zu verteilen

AK-Präsident Herbert Tumpel widerlegte die Aussage, dass es nichts zu verteilen gäbe mit eindrucksvollen Fakten: "Allein 14 ATX-Unternehmen haben heuer beschlossen, dass Dividenden von fast zwei Milliarden Euro ausbezahlt werden. Das ist ungefähr die Größenordnung, die die gesamte Lohnsteuerentlastung für die ArbeitnehmerInnen ausmacht. Außerdem gingen sich mit diesem Betrag für die Beschäftigten der 14 Unternehmen vier Lohnrunden von fast fünf Prozent aus."

Sozialpartnerschaft keine Einbahnstraße

Die Probleme durch die Wirtschaftskrise werden von Managern und Unternehmen auf die  Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer abgeschoben, stellte gf. GMTN-Bundesvorsitzender Rainer Wimmer fest: "Die Angebote bei den KV-Verhandlungen sind völlig unannehmbar. Eine gute Sozialpartnerschaft schaut anders aus.  Wir fordern Lohnverhandlungen, die den Namen auch verdienen. Dazu gehören faire Lohn- und Gehaltserhöhungen und dass die Unternehmen ihre soziale Verantwortung wahrnehmen."

Beschäftigte zahlen nicht dreimal

"Die österreichischen ArbeitnehmerInnen haben mit ihrer Arbeitsleistung die Rekordgewinne der vergangenen Jahre erst möglich gemacht. Und sie haben ihren Beitrag auch in der Krise schon geleistet, indem sie kurzarbeiten, mit ihren Steuern und Abgaben für die staatlichen Haftungen gerade stehen  oder gar um ihren Arbeitsplatz fürchten müssen", sagt der Vorsitzende der GPA-djp, Wolfgang Katzian. Die Beschäftigten könnten nun nicht noch einmal, in Form von Lohnverzicht, zur Kasse gebeten werden. "Einmal muss Schluss sein. Wenn die Menschen Geld ausgeben sollen, müssen sie wieder Vertrauen in die Wirtschaft gewinnen. Dann müssen sie sich darauf verlassen können, dass sie ihren gerechten Anteil bekommen. Und dafür brauchen wir angemessene Reallohnerhöhungen."

Wirtschaft braucht sichere Einkommen & Arbeitsplätze

"Gehaltsdumping oder Lohn- und Gehaltskürzungen sind nicht der Weg aus der Krise. Zur Kaufkraftstärkung und Wirtschaftsbelebung brauchen die Beschäftigten sichere Einkommen und Arbeitsplätze", so Alfred Artmäuer, geschäftsführender Vorsitzender der GdC.  "Die ArbeitnehmerInnen können sich nicht aussuchen, ob sie gestiegene Abgabenlasten und Teuerungen bezahlen oder nicht."

Nein zu Lohn- und Sozialdumping

Johann Holper, Vorsitzender der Gewerkschaft Bau-Holz (GBH), bekräftigt: "Wir GewerkschafterInnen schauen nicht zu, wie Unternehmer versuchen, die Krise auf den Rücken der ArbeitnehmerInnen auszutragen! Wo ist denn die Krise bemerkbar, wenn es um Dividenden und Gewinnausschüttungen geht? Dafür ist Geld vorhanden und für die Beschäftigten nicht? Das können, wollen und werden wir nicht akzeptieren! Lohn- und Sozialdumping können nicht die Antwort auf die Krise sein!"

Faire Angebote statt Provokationen

vida-Vorsitzender Rudolf Kaske fügt hinzu: "Sozialpartnerschaft ist keine Einbahnstraße, wo der eine profitiert und kassiert und der andere verliert. Betrachtet man die saftigen Ergebnisse der Seilbahner und der Tourismusbranche in der abgelaufenen Saison und stellt sie den unzureichenden Angeboten gegenüber, die die Wirtschaft bei den Lohnverhandlungen anbietet, bekommt man diesen Eindruck." Eine Absage erteilte Kaske auch der Vorgangsweise der Spediteure bei den aktuellen KV-Verhandlungen. "Sie setzen die Leute reihenweise auf die Straße, statt die Kurzarbeit zu nützen und wollen dann auch noch bei den KV-Verhandlungen Lohndumping betreiben. Wir erwarten faire Angebote statt Provokationen."

Nächste Woche KV-Verhandlungen

Schon der nächste Montag wird zeigen, ob die ArbeitgeberInnen das deutliche Signal der Beschäftigten wahrgenommen haben. Am 18. Mai verhandelt in der vierten Runde die Elektro- und Elektronikindustrie, am 19. Mai bereits die Textilindustrie und am 22. Mai stehen die Verhandlungen in der Tourismusbranche an.

Tragen Sie sich in Liste der UnterstützerInnen ein!

Setzen Sie ein öffentliches Zeichen der Unterstützung für die Forderungen der Beschäftigten. Tragen Sie sich in die Liste der UnterstützerInenn zur Demo am 13. Mai ein!

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