GBH
GBH-Bundesvorsitzender Josef Muchitsch
GBH-Bundesvorsitzender Josef Muchitsch
GBH-Bundesvorsitzender Josef Muchitsch GBH-Bundesvorsitzender Josef Muchitsch

Frühjahrstreffen der Gewerkschaft Bau-Holz

Knapp 70 Betriebsrätinnen und Betriebsräte kamen zum traditionellen Frühjahrstreffen der Gewerkschaft Bau-Holz (GBH) ins Österreicher Haus in Bischofshofen. Auch GBH-Bundesvorsitzender Josef „Beppo“ Muchitsch war da, um sich bei den FunktionärInnen für ihr Engagement zu bedanken.
„Das Österreicher-Haus ist fast wie eine zweite Heimat für uns“, mit diesen Worten eröffnete GBH-Landesvorsitzender Othmar Danninger das traditionelle Frühjahrstreffen der Gewerkschaft Bau-Holz, das am 14. April in Bischofshofen stattfand.
 
Knapp 70 FunktionärInnen sind der Einladung gefolgt und nutzten die Gelegenheit, um mit ihrem GBH-Bundesvorsitzenden Josef „Beppo“ Muchitsch zu plaudern und ein Foto zu machen. 
 
In seiner fesselnden Ansprache, die vor allem von Wertschätzung den FunktionärInnen gegenüber geprägt war, bot Muchitsch einen kurzen Rückblick auf das letzte Jahr, ehe er auf die aktuellen Herausforderungen einging. „Die Corona-Pandemie hat uns alle herausgefordert und unseren Alltag auf den Kopf gestellt. Aber trotz allen Umständen konnten wir wichtige Ziele erreichen. Und es ist vor allem euch allen, den Kolleginnen und Kollegen in der Baubranche zu verdanken, dass wir wirtschaftlich gut davongekommen sind. Die Baubranche war immer schon der Motor in wirtschaftlich schwierigen Zeiten. Aber was ist die Baubranche ohne euch Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer?“, so die Dankesworte von Muchitsch an die FunktionärInnen. 
 
GBH konnte viele Erfolge erzielen
 
Trotz allem konnte die Gewerkschaft Bau-Holz viele Erfolge für die ArbeitnehmerInnen erzielen. 2021 ist es gelungen, bei den KV-Verhandlungen Abschlüsse für zwei Jahre zu verhandeln. Es gibt dank dieser Abschlüsse mittlerweile über alle Branchen der Bau- und Holzwirtschaft einen Mindestlohn von 1.700,-- Euro. 85 Prozent der ArbeitnehmerInnen in diesen Branchen verdienen mehr als 2.000,-- Euro. „Nur in der Baubranche erhalten ArbeitnehmerInnen automatisch nach 20 Jahren eine 6. Urlaubswoche und einen Zuschuss dafür.“, freut sich Muchitsch. 
 
Einen aus seiner Sicht besonderen sozialpolitischen Erfolg konnte die GBH für all jene erreichen, die mit Ende 50 krankheitsbedingt aus dem Beruf ausscheiden aber keinen Anspruch auf eine Schwerarbeiterpension haben. Denn sie erhalten jetzt eine Überbrückungsabgeltung bis zu 22.000,-- Euro aus der Bauarbeiter- Urlaubs- und Abfertigungskasse (BUAK). „Diese Verhandlungserfolge haben wir euch zu verdanken, denn nur dank euch, sind wir groß, sind wir stark und können die Interessen der ArbeitnehmerInnen durchsetzen“, bedankte sich Muchitsch bei den FunktionärInnen. Das konnte auch GBH-Landesgeschäftsführer Kurt Neckermann bestätigen: „Ihr habt es geschafft, dass wir im letzten Jahr trotz allen Kontaktbeschränkungen 700 Neubeitritte verzeichnen konnten. Und ihr wisst ja alle, wenn wir mehr Mitglieder haben, dann können wir auch bessere Erfolge erzielen. Danke an euch. Ihr seid einfach spitze“, so Neckermann. 
 
In seinen Abschlussworten ging Muchitsch noch auf die aktuellen Herausforderungen ein. „Die letzten 25 Monate Pandemie waren hart. Auch wenn in unseren Branchen kaum Kurzarbeit notwendig war und Kündigungen kein Thema waren – die Sicherheitsmaßnahmen waren es sehr wohl. Die Angst, sich anzustecken auch. Wir haben diese Zeit aber bislang gut überstanden“, fasst Muchitsch zusammen und ergänzt: „Die aktuellen Entwicklungen sind aber mit Sorge zu betrachten. Der schreckliche Krieg in der Ukraine führt leider auch zu einer Rohstoffknappheit und Lieferkettenknappheit, die auch für unsere Branchen eine Herausforderung sind. Hinzu kommt die massive Teuerungswelle, die für alle ArbeitnehmerInnen bitter ist. Da muss die Regierung endlich handeln. Der ÖGB hat dazu Vorschläge erarbeitet, die ihr unter https://preiserunter.oegb.at/ unterstützen könnt.“ 
 
Auch Landespolitik gefragt
 
Danninger forderte zugleich, dass auch die Landesregierung handeln muss. „Die Wohnpreise explodieren. Salzburg liegt dabei im Spitzenfeld und die Landesregierung schafft es nicht mal ihre viel zu geringen Ziele zu erreichen, wenn es um die Errichtung von geförderten Wohnungen geht. Das dafür vorgesehene Budget, das aus den Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeiträgen stammt, fließt stattdessen ins eigene Budget, um andere Löcher damit zu stopfen“, ärgert sich Danninger und ergänzt: „Dann erhalten die Menschen auch noch ein Schreiben der Salzburg AG, dass sich die Strompreise um bis zu 60 Prozent erhöhen, während die Gewinne als Dividenden ins Budget fließen und in die Manager-Boni, die man ja trotzdem auszahlt. Die Landesregierung muss jetzt endlich was für die Menschen in diesem Land machen.“
 
Die Gewerkschaft Bau-Holz in
den Bundesländern...