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Muchitsch: Rücknahme von 60-Stunden-Woche/12-Stunden-Tag

Ein vernünftiges Gesetz muss zwischen den Berufen unterscheiden. Die Gesundheit unserer Arbeitnehmer muss an erster Stelle stehen! Deshalb fordert Muchitsch eine Neuverhandlung des türkis-blauen Arbeitszeitgesetzes.

Für Gewerkschaft Bau-Holz-Chef und SPÖ-Sozialsprecher Abg. z. NR Josef Muchitsch ist die Neuverhandlung des türkis-blauen Arbeitszeitgesetzes, das 12-Stunden-Tage und 60-Stunden-Wochen erlaubt, eine Koalitionsbedingung. "Dieses Arbeitszeitgesetz, wie es jetzt vorliegt, muss auf alle Fälle zurückgenommen werden", sagte Muchitsch in der ORF-Sendung "Im Zentrum" am Sonntagabend: "Das ist eine Koalitionsbedingung!"

Es brauche ein neues Arbeitszeitrecht, in dem die Arbeitszeit unterschiedlich nach Branchen geregelt wird. Die Frage muss sein, was ist zumutbar und was nicht. Muchitsch: „Ich bin nicht gegen eine Flexibilisierung. Aber man muss zwischen den Branchen unterscheiden, denn man kann unterschiedliche Berufe nicht über einen Kamm scheren."
 
Ex-Wirtschaftsministerin und Tirols ÖVP-Spitzenkandidatin Margarete Schramböck zeigte sich in der Diskussion diesbezüglich wenig nachgiebig: "Wir nehmen kein Arbeitszeitgesetz zurück."
 
Freiwilligkeit gibt es nicht

Dazu nur ein Beispiel aus der Praxis: Eine Tischlerpartie fährt mit einem Bus auf die Baustelle. Dem 54-jährigen Kollegen reichen 8 Stunden arbeiten, seine jüngeren Kollegen wollen 12 Stunden arbeiten - wartet der 54-Jährige dann im Bus, bis seine Kollegen nach Hause fahren? Das ist leider die Praxis.
 

 

Die Gewerkschaft Bau-Holz in
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