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GBH-Muchitsch: Wir brauchen Jobs, Jobs und noch einmal Jobs

Der Bundesregierung steht beim Arbeitsmarkt das Wasser bis zum Hals. Um die Rekordarbeitslosigkeit zu bekämpfen, muss gezielt in Beschäftigung investiert werden. Maßnahmen liegen auf dem Tisch, aber die Bundesregierung bremst
Aktuell sind in Österreich nach wie vor insgesamt 1.000.000 Menschen arbeitslos oder in Kurzarbeit.
 
GBH-Bundesvorsitzender Abg. z. NR Josef Muchitsch:
 
Die Bundesregierung macht bei der Bekämpfung der Rekordarbeitslosigkeit einen großen Fehler. Sie moderiert nur, tut aber nichts dagegen. Nur auf ein Wirtschaftswachstum zu warten ist zu wenig. Österreich ist Schlusslicht bei der Arbeitslosigkeit und hat nach Spanien außerdem den stärksten Wirtschaftsabschwung in der EU.
 
 
BAUaktiv aus der Krise: Konjunktur ankurbeln –Arbeitslosigkeit bekämpfen
 
Die österreichische Bauwirtschaft war, ist und soll auch in Zukunft Konjunkturmotor in Österreich bleiben. Investitionen in die Bauwirtschaft sind Multiplikator für alle nachgelagerten Bereiche und sichern den Verbleib der Wertschöpfung wie Steuern, Abgaben, Kaufkraft und Konsum in Österreich.
 

Der Maßnahmenkatalog BAUaktiv der Bau-Sozialpartner „BAU auf A!“ -

  • Fördermaßnahmen und Konjunkturpakete müssen EU-konform daran gekoppelt sein, dass diese auch bei den regionalen Betrieben ankommen
  • Investitionspaket für Private: Sanierungsscheck, Handwerkerbonus, steuerliche Anreize für Investitionen zur Schaffung und Sanierung sowie geringe Mehrwertsteuer auf Dienstleistungen und Handwerkerstunden
  • Förderpakete durch 9 Länder, für 199 Städte und 1.902 Gemeinden: Investitionen in kommunale Infrastruktur, dazu sollen Best-Practice-Beispiele aus den Bundesländern auf Bundesebene umgesetzt werden
  • Infrastrukturpakete der öffentlichen Hand: Kurzfristige Maßnahmen im Bereich Sanierung und umweltschonende Infrastruktur im Verkehr mit nachhaltiger Wirkung 
Die fertigen Pakete liegen auf dem Tisch, die Umsetzung kann beginnen, fordert Muchitsch.
 
 
„Aktion 40.000“ bedeutet schnelle Hilfe für Langzeitarbeitslose
 
Besonders verschärft sich die Situation bei den Langzeitarbeitslosen. Mehr als 140.000 Menschen in Österreich sind schon länger als ein Jahr beschäftigungslos. Muchitsch: „Wir fordern daher eine öffentliche Joboffensive mit der `Aktion 40.000‘“. Diese soll Menschen eine Chance auf Jobs in Gemeinden und gemeinnützigen Einrichtungen geben. 
 
Muchitsch: "Diese Aktion soll auf 2 Jahre ausgerichtet werden und kostet den Staat lediglich netto 260 Millionen Euro. Zum Vergleich: 210 Millionen Euro verpulvert der Bundeskanzler für seine Eigenwerbung und seine Eitelkeit. Da ist das Geld bei den Langzeitarbeitslosen und den Gemeinden doch wesentlich sinnvoller investiert. Die Joboffensive ist eine `Win-Win-Situation´ für alle Beteiligten. Beim ersten Anlauf im Parlament hat keine andere Partei dem SPÖ-Antrag zugestimmt. Wir bleiben aber dran und werden schon im nächsten Sozialausschuss neuerlich die Gespräche und Verhandlungen fortsetzen. Hinter den Kulissen gab es bereits durchaus positive Signale. Es lebt die Hoffnung, dass unsere ‚Aktion 40.000‘ dem parteipolitischen Denken nicht zum Opfer fällt. Das haben sich die Menschen, welche durch Corona unverschuldet in eine Langzeitarbeitslosigkeit geraten sind, einfach nicht verdient."
 
Die Bundesregierung muss endlich Verantwortung für jene Menschen übernehmen, die am freien Arbeitsmarkt keine Chance mehr auf einen Job haben.
Die Gewerkschaft Bau-Holz in
den Bundesländern...