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Muchitsch: „Typisch: Arbeitslose sind die ersten, die die Zeche für die Krise zahlen müssen“

Entsetzt zeigt sich Baugewerkschaftschef Abg.z.NR Josef Muchitsch angesichts des Vorschlags von Wirtschaftskammerpräsident Harald Mahrer, das Arbeitslosengeld absteigend auf 40 Prozent des Letzteinkommens fallen zu lassen und die Notstandshilfe zu begrenzen: „Das ist so zynisch und unsozial. Da fehlen einem die Worte. Keine Vorschläge, keine Ideen, aber denen, die eh schon zu wenig zum Leben haben, das Geld kürzen. Das durchschnittliche Arbeitslosengeld beträgt 34,40 Euro pro Tag, wenn es nach Mahrer geht, sind das dann nur mehr 25 Euro pro Tag. Harald Mahrer sollte sich mal überlegen, ob er von dem Geld leben und seine Familie durchbringen könnte. Wahrscheinlich nicht mal einen Tag. Aber typisch ÖVP: Menschen ohne Job sind die ersten, die die Zeche für die Krise zahlen sollen.“

Das ist ja nicht der erste Versuch, Arbeitslosen das Geld zu kürzen, diese unsozialen und ideenlosen Vorschläge kommen alle paar Wochen. „Anstatt endlich was zu tun und mit Beschäftigungsprojekten der Rekordarbeitslosigkeit gegenzusteuern. Dabei gibt es Konzepte wie etwa die Aktion 40.000 zur Bekämpfung insbesondere der Langzeitarbeitslosigkeit und den Corona-Beschäftigungsbonus für private Unternehmen, um die Wirtschaft wieder anzukurbeln und den Hunderttausenden, die unverschuldet ihren Job verloren haben, wieder eine Perspektive zu geben“, so Muchitsch.

„Arbeitslosigkeit ist häufig die Schwelle zur Armutsfalle. Hunderttausende Menschen zittern an dieser Schwelle, weil ab Mitte des Monats kein Geld mehr übrig ist. Da kann man doch die Menschen nicht noch mehr in Bedrängnis bringen und ihnen das Geld kürzen wollen. Ganz im Gegenteil: Initiativen für mehr Beschäftigung und die Erhöhung des Arbeitslosengeldes als Überbrückung auf 70 Prozent sind jetzt gefragt“, so Muchitsch.

 

Die Gewerkschaft Bau-Holz in
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