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Muchitsch fordert höheres Arbeitslosengeld und mehr und besser bezahlte Jobs

Eine heute veröffentlichte Studie des SORA-Institutes zeigt, dass 90 Prozent der Arbeitslosen weniger als 1.200 Euro erhalten und damit unter der Armutsgrenze liegen. „Die Konsequenz daraus muss eine unverzügliche Erhöhung des Arbeitslosengeldes auf 70 Prozent des Letztbezuges sein. Es darf nicht sein, dass in einem reichen Land wie Österreich unverschuldet arbeitslos gewordene Menschen in Armut leben müssen“, sagt Baugewerkschaftschef Abg.z.NR Josef Muchitsch.

Muchitsch fordert weiters die Umsetzung der Aktion 40.000 für den öffentlichen Bereich sowie Hilfs- und Einsatzorganisationen und einen Corona-Beschäftigungsbonus für den privaten Sektor. Dieser Beschäftigungsbonus besteht in einer attraktiven Eingliederungshilfe des AMS für Unternehmen, die Langzeitarbeitslose aufnehmen. So können insgesamt rund 100.000 Arbeitsplätze geschaffen werden. Zudem braucht es eine Erhöhung des Mindestlohnes, liegt eine Ursache für das niedrige Arbeitslosengeld doch auch in den zu geringen Löhnen bereits vor der Arbeitslosigkeit.

Besonders betroffen vom zu geringen Arbeitslosengeld sind, auch das zeigt die Studie, einmal mehr Frauen. So erhält mehr als die Hälfte der Frauen ohne Kinder in der Arbeitslosigkeit weniger als 800 Euro. Es braucht jetzt entschiedenes Handeln der Politik, ein höheres Arbeitslosengeld, Maßnahmen für mehr und besser bezahlte Jobs. „Was es sicher nicht braucht, sind Überlegungen in Richtung degressives, also weniger werdendes, Arbeitslosengeld oder Pläne, die Zumutbarkeitsbestimmungen für Arbeitslose zu verschärfen“, schließt Muchitsch.

 

Die Gewerkschaft Bau-Holz in
den Bundesländern...