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ÖGB-Umfrage bestätigt: Preissenkende Maßnahmen sind dringend notwendig

Preissenkungen vor allem bei Energie, Sprit und Lebensmitteln gewünscht. Über 15.000 nahmen bisher teil
Das Zwischenergebnis der großen „Preise runter”-Umfrage des ÖGB bestätigt einmal mehr die Notwendigkeit preissenkender Maßnahmen. 98 Prozent nehmen die Teuerung wahr, am stärksten belasten die Teuerungen in den Bereichen Mobilität, Energie und Lebensmittel. „Das Zwischenergebnis ist eindeutig: Die Menschen brauchen jetzt Hilfe und können nicht bis zum Sankt Nimmerleinstag auf Einmalzahlungen warten”, sagt ÖGB-Präsident Wolfgang Katzian. 
 
Als dringendste Maßnahmen werden Preisdeckel bei Strom und Gas sowie eine Steuersenkung bei Sprit und Lebensmitteln genannt. Auch eine Sondersteuer für Übergewinne bei Energieanbietern wird von einer großen Mehrheit befürwortet. 
 
Mobilität, Energie und Lebensmittel besonders betroffen 
 
98 Prozent der TeilnehmerInnen der Online-Umfrage nehmen die Teuerung wahr, 77 Prozent schränken ihre Ausgaben ein, 23 Prozent schränken sich massiv ein. „Die Lage ist klar: Einmalzahlungen sind kein Ersatz für Maßnahmen, die die Preise effektiv und spürbar für KonsumentInnen senken”, so Katzian. 
 
Am meisten gespürt wird die Teuerung in den Bereichen Mobilität, Energie und Lebensmittel. Fast neun von zehn Befragte sind von den Preissteigerungen im Energiebereich betroffen, acht von zehn sind es bei Sprit und öffentlichem Verkehr und bei Lebensmitteln. 
 
Preissenkende Maßnahmen gewünscht 
 
Auf die Frage „Welche Maßnahmen sind am dringendsten notwendig?“ wählen 86 Prozent einen Preisdeckel bei Strom und Gas und 70 Prozent eine Senkung der Mineralölsteuer. Auch eine Sondersteuer für Übergewinne bei Energieanbietern (64 Prozent) und die Streichung der Mehrwertsteuer auf Lebensmittel (61 Prozent) finden großen Anklang. 
 
„Die überwältigende Zustimmung zeigt: Der ÖGB hat hier das Ohr bei den Menschen und fordert seit Wochen das, was die Leute wirklich brauchen. Wie lange bleiben die ArbeitnehmerInnen und KonsumentInnen noch auf sich selbst gestellt?”, wettert der ÖGB-Präsident. 
 
Unterstützung für höhere Löhne und Gehälter 
 
Hoffnungen haben die Befragten in die Lohn- und Gehaltsverhandlungen. Höhere Gehälter und Löhne werden von 83,99 Prozent als dringende Maßnahme genannt, damit liegt die Maßnahme an zweiter Stelle. „Die Lohn- und Gehaltsverhandlungen werden geführt, um die Kaufkraft der ArbeitnehmerInnen zu erhalten und sie für ihre steigende Produktivität zu entlohnen. Wer in Zeiten explodierender Preise Mäßigung für die Kollektivvertragsverhandlungen einmahnt, ist auf dem falschen Dampfer”, sagt Katzian 
Trübe sind hingegen die Gesamtaussichten: Auf die Frage „Wie blickst du derzeit in die Zukunft? Glaubst du, dass sich die Dinge in den nächsten Jahren verbessern werden, sicher eher verschlechtern oder gleich bleiben?” antworten rund 85 Prozent mit „verschlechtern”. Nur fünf Prozent glauben an eine Verbesserung. „Diese Aussichten können niemandem egal sein. Es ist völlig klar: Den Menschen muss jetzt geholfen werden und nicht irgendwann!” 
 
Umfrage läuft noch 
 
An der nicht repräsentativen Befragung nahmen zwischen 8. und 22. Juni rund 15.400 Menschen aus ganz Österreich teil. Noch bis Ende August sind alle aufgerufen, sich unter preiserunter.oegb.at an der Befragung zu beteiligen.
 
Die Zwischenergebnisse der Befragung und Grafiken finden Sie unter https://bit.ly/3ygqZ0h 
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