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ÖGB-Reischl: „Wie lange wird dem Preiswucher im Energiebereich noch zugeschaut?”

ÖGB-Berechnungen gehen von bis zu fünf Milliarden Euro Mehrkosten für KonsumentInnen aus
„4,4 Milliarden Euro kassierten die Energiekonzerne zu viel von den Haushalten. Wie lange wollen die Verantwortlichen noch zuschauen?”, fragt Ingrid Reischl, Leitende Sekretärin des ÖGB. Österreichs Haushalte zahlen zu viel für ihren Strom. „Das ist Wucher, dem dringend ein Riegel vorgeschoben werden muss”, wettert Reischl. Der ÖGB warnt seit Monaten vor überhöhten Kosten für KonsumentInnen und hat konkrete Modelle zum Schutz der Haushalte vorgelegt.
 
Die Schätzungen der ÖGB-WirtschaftsexpertInnen, die mit vier bis fünf Milliarden Euro an ungerechtfertigten Mehrkosten für die Menschen in Österreich rechnen, werden jetzt übrigens auch vom Vergleichsportal durchblicker.at bestätigt.
 
Der ÖGB präsentierte deswegen schon im Juli ein Modell für Energiepreisdeckel für Haushalte und ein Modell für eine Übergewinnsteuer für eben jene Energieunternehmen, die über die gestiegenen Kosten hinaus die Preise für die KonsumentInnen erhöht.
 
„Wenn die Regierung keine Übergewinnsteuer einführt und auch noch wie geplant die Körperschaftssteuer für Unternehmen senkt, bleiben ArbeitnehmerInnen und KonsumentInnen wieder einmal auf den Kosten sitzen”, erklärt Reischl. „Es ist schon erstaunlich, dass bei jeder Sozialleistung nach einer Gegenfinanzierung geschrien wird, und bei Milliardenkosten für Energiepreisbremsen bittet man die SteuerzahlerInnen – zu 80 Prozent ArbeitnehmerInnen, PensionistInnen und KonsumentInnen – zur Kasse.”
 
„Wenn das so weiter geht, werden SteuerzahlerInnen doppelt und dreifach zur Kasse gebeten. Dem können wir nicht weiter zuschauen!”, so Reischl abschließend.   
 
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