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Muchitsch/Silvan: „Regierung muss Lage endlich ernst nehmen!“

Nach Stagflation: Wirtschaftsforscher prognostizieren Rezession und Anstieg der Arbeitslosigkeit in den kommenden Monaten
Derzeit durchlebt unser Land eine Phase der Stagflation, das Wirtschaftswachstum stagniert, die Inflation treibt die Preise massiv in die Höhe. Wirtschaftsforscher prognostizieren für die kommenden Monate sogar eine Phase des Wirtschaftsabschwungs, also eine Rezession. Schrumpft die Wirtschaft, geht dies im Normalfall mit steigenden Arbeitslosenzahlen einher. „Ein Arbeitsplatzverlust ist immer ein schwerer Schlag, allerdings in Zeiten, in denen die Preise durch die Decke gehen und die Regierung nichts dagegen unternimmt, ist der Verlust des Arbeitsplatzes noch schwerwiegender“, so Baugewerkschaftschef Abg.z.NR Josef Muchitsch. 
 
Die Regierung will trotz dieser Vorzeichen das Budget des AMS nach dem aktuellen Budgetvoranschlag künftig um 200 Millionen Euro pro Jahr kürzen. „Alleine in Niederösterreich soll das Budget des AMS um 50 Millionen Euro gekürzt werden“, sagt der niederösterreichische Baugewerkschafter und Nationalratsabgeordnete Rudolf Silvan. Dies, obwohl das Wirtschaftsforschungsinstitut WIFO bereits Alarm geschlagen und vor weiteren 15.000 Menschen, die sich zusätzlich auf Arbeitssuche begeben könnten, gewarnt hat. 
 
Arbeitsminister Kocher dürfte jedoch davon ausgehen, dass das verringerte Budget auch dafür ausreicht. Anders können sich Muchitsch und Silvan dessen Untätigkeit nicht erklären. Der Umstand, dass sich die Energiekrise weiter verschärfen und nicht mehr alle Betriebe mit Gas versorgt werden könnten hätte einen zusätzlichen Anstieg an Arbeitslosigkeit bzw. Kurzarbeit zur Folge. „Die Regierung muss die Lage endlich ernst nehmen und sich vorbereiten!“, fordern Muchitsch und Silvan mit Nachdruck. 
Die Gewerkschaft Bau-Holz in
den Bundesländern...