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41-Stunden-Woche ist für Muchitsch "Lohnraub per Gesetz"

Eingriff in die Geldtaschen der Menschen, der den Wirtschaftsstandort nicht stärkt
Eine klare Absage erteilte der Baugewerkschaftschef und Sozialsprecher im Parlament Abg.z.NR Josef Muchitsch der Forderung aus der Industriellenvereinigung und Teilen der ÖVP nach einer Ausweitung der Arbeitszeit auf 41 Stunden: „Per Gesetz will hier die ÖVP auf Vorschlag der Industriellenvereinigung die Normalarbeitszeit anheben, ohne dass die Löhne angeglichen werden."
 
Muchitsch betont, dass die Arbeitnehmer:innen in Österreich schon jetzt de facto länger arbeiten als in vergleichbaren Ländern. Die von der ÖVP geforderte 41-Stunden-Woche bezeichnete Muchitsch als „Eingriff in die Geldtaschen der Menschen und Lohnraub per Gesetz“, der für Arbeitnehmer:innen Lohnkürzungen von bis zu 7,8 Prozent bedeuten würde. 
 
„Wenn sich eine blau-schwarze Regierung ausgeht, wissen wir, was kommen wird“, sagte Muchitsch, der vor massiven Angriffen auf die Rechte der Arbeitnehmer:innen warnte. 
 
Die Beschwichtigungsversuche von Bundeskanzler Karl Nehammer sind für Muchitsch unglaubwürdig. Er erinnert daran, dass die schwarz-blaue Bundesregierung über die Arbeitnehmer:innen und Sozialpartner drübergefahren ist und die 60-Stunden-Woche eingeführt, den Karfreitags-Feiertag abgeschafft und das Krankenkassen-System zerschlagen hat. „Wann immer ÖVP und FPÖ gemeinsam in einer Regierung waren, ging es gegen die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer“, so Muchitsch.
 
„Was mich stört, ist, dass von der ÖVP suggeriert wird, dass eine Erhöhung der Arbeitszeit ohne Lohnausgleich den Wirtschaftsstandort sichern würde. Das ist ein Schwachsinn!“, so Muchitsch, der betonte, dass dieser geplante Lohnraub die Arbeitnehmer:innen 12 Mrd. Euro pro Jahr kosten würde. „Wenn den Menschen 12 Mrd. Euro weggenommen werden, bedeutet das eine Schwächung der Kaufkraft. Das Geld wird für den Konsum in Österreich fehlen“, warnte Muchitsch auch vor den wirtschaftlichen Folgen.
 
 
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