GBH

Mehr als 1 Million arbeitslos oder in Kurzarbeit

Muchitsch: Wir brauchen Beschäftigungsprogramme und höheres Arbeitslosengeld
Nach aktuellen Daten des AMS waren Ende Jänner 535.470 Menschen arbeitslos und 470.000 in Kurzarbeit. Die Arbeitslosenzahl stieg im Vergleich zum Vorjahr um 115.000, das sind beinahe 30 Prozent. Baugewerkschaftschef Abg.z.NR Josef Muchitsch bekräftigt die Forderung, dass das Arbeitslosengeld erhöht werden muss. Dazu braucht es Umschulungs- und Beschäftigungsprogramme sowie für ein großes Konjunkturprogramm. 
 
Die Anhebung der Nettoersatzrate von 55 auf 70 Prozent sei deswegen so notwendig, weil sich mit der Zahl der Arbeitslosen auch die Dauer der Arbeitslosigkeit dramatisch erhöht hat. Zugleich stehen die Chancen auf einen neuen Job sehr schlecht, bei aktuell nur 58.000 offenen Stellen. Eine Einmalzahlung könne die Erhöhung des Arbeitslosengelds nicht ersetzen, weil die Betroffenen in jedem Monat ihre Familien erhalten und die Miete zahlen müssen. 
 
Die politische Verantwortung für die Rekordarbeitslosigkeit sieht Muchitsch bei der türkis-grünen Regierung. Denn sowohl die Wirtschaftsleistung als auch der Arbeitsmarkt sind in Österreich sehr viel stärker eingebrochen als zum Beispiel in Deutschland. "Wo sind die Perspektiven für diese Betroffenen, wie schaffen wir es vor allem Langzeitarbeitslose wieder in den ersten und zweiten Arbeitsmarkt in Beschäftigung zu bringen. Wo sind die Vorschläge der Bundesregierung?", sagt Muchitsch. 
     
"Die drei größten Bereiche, Tourismus, Handel und Bau, gilt es ehestmöglich aus dieser Rekordarbeitslosigkeit herauszuführen. Gerade der Bausektor macht Angst, weil dieser bis dato konstant ein Konjunkturmotor war. Liegengebliebene Baugenehmigungen, weniger Gemeindeinvestitionen und nicht verpflichtende regionale Vergaben wirken sich nun auch auf diesen Sektor aus", betont Muchitsch. Seine Aufforderung an die Regierung: "Handeln Sie endlich, anstatt nur zu kommentieren! Agieren statt reagieren!"
 
Die Gewerkschaft Bau-Holz in
den Bundesländern...