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GBH
v.l.n.r.: LGF Gerhard Flatz, BV Josef Muchitsch, LV Gerd Oprießnig v.l.n.r.: LGF Gerhard Flatz, BV Josef Muchitsch, LV Gerd Oprießnig
Im Zuge der Landeskonferenz wurden langjährige Gewerkschaftsmitglieder geehrt

Bau leidet besonders unter Türkis-Blau!

Die Gewerkschaft Bau-Holz (GBH) stellt sich der arbeitnehmerfeindlichen Politik der Bundesregierung entschlossen entgegen. Bei der 25. Landeskonferenz der GBH Vorarlberg wurden entsprechende Maßnahmen beschlossen.

Die von der Bundesregierung geschaffenen Rahmenbedingungen für die Beschäftigten im Baugewerbe waren lange nicht mehr so prekär wie jetzt. Das betonten sowohl GBH-Landesvorsitzender Gerd Oprießnig, der auf der 25. Landeskonferenz wiedergewählt wurde, als auch Bundesvorsitzender Beppo Muchitsch. Die massiven Verschlechterungen durch das neue Arbeitszeitgesetz und den Sozialabbau prangerte auch GBH-Landesgeschäftsführer Gerhard Flatz an. In Vorarlberg vertritt die GBH rund 11.000 Beschäftigte im Bau- und Bauhilfsgewerbe. Wie die bestehenden und anstehenden Herausforderungen bewältigt und wesentliche Verbesserungen für die Beschäftigten erreicht werden können, wurde in einem Leitantrag beschlossen.

GBH-Landesgeschäftsführer Gerhard Flatz durfte auf eine positive Mitgliederentwicklung zurückblicken. Demnach konnte seit 2014 ein Plus von 16 Prozent erzielt werden. Außerdem hätten einige wichtige Verbesserungen für die Beschäftigten erzielt werden können. Die Bilanz über die Arbeit der aktuellen Bundesregierung fiel dagegen weniger positiv aus: „Unter Schwarz-Türkis-Blau gab es keine einzige Verbesserung für die ArbeitnehmerInnen. Im Gegenteil, die 60 Stunden-Woche wurde eingeführt und unser Gesundheitssystem wird zerschlagen. Auch unser Kampf gegen Lohn- und Sozialdumping wurde erschwert. Der soziale Kahlschlag von Kurz und Strache wird weiter fortgesetzt. Auch die geplante Steuerreform wird unseren ArbeitnehmerInnen wenig bis gar nichts bringen“, so Oprießnig.
 
Die Delegierten beschlossen mit einem Leitantrag das Arbeitsprogramm für die nächsten Jahre. „Die ArbeitnehmerInnen in unseren Branchen arbeiten körperlich schwer und bei Hitze, Kälte, Wind und Regen unter schwierigsten Arbeitsbedingungen. Unser Ziel ist es, die Rahmenbedingungen für ihre harte Arbeit weiter zu verbessern.“, betonte der mit beeindruckenden 100 Prozent wiedergewählte Landesvorsitzende der GBH-Vorarlberg, Gerd Oprießnig. Zusätzlich neben dem Einsatz für höhere Löhne und bessere Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten ist bemerkenswert, dass sich die GBH den Erhalt des sozialen Friedens zum Ziel gesetzt hat. „Angesichts des Sozialabbaus der Regierung ist uns das ein großes Anliegen“, erklärt Oprießnig dazu.
 
GBH-Bundesvorsitzender Abg. z. NR Josef Muchitsch verwies auf die Erfolge in den Kollektivvertragsverhandlungen. So konnte etwa ein 100 Prozentzuschlag ab der 11. und 12. Tages- und ab der 51. Wochenarbeitsstunde erreicht werden. „Einzigartig ist, dass Lehrlinge ab dem 18. Lebensjahr bereits die volle Lehrlingsentschädigung bekommen, egal ob sie im 1. oder letzten Lehrjahr sind.“ Als größte Herausforderungen nannte er den Kampf gegen Lohn-und Sozialdumping, die Erarbeitung von Jahresarbeitszeitmodellen speziell für den Bau, das Vorantreiben einer Gesetzesänderung, damit ein Teil des Geldes aus der Abfertigung ALT entnommen werden kann und den Kampf gegen den Soziallabbau der Bundesregierung. „Diese Woche haben wir etwa mit Unterstützung der Opposition eine Petition gegen die Abschaffung der Notstandshilfe eingebracht“, berichtete Muchitsch.
 
Unter den Ehrengästen waren ÖGB-Landesvorsitzender Norbert Loacker, ÖGB-Landesfrauenvorsitzende Iris Seewald, die Gewerkschaftsvorsitzenden Wolfgang Fritz (PRO-GE) und Reinhard Stemmer (vida), Andreas Feurle von der GPF, Patricia Zangerl von der GÖD, der stellvertretende AK-Direktor Gerhard Ouschan, der Leiter der BUAK Isidor Bertolini, Abg. z. NR Reinhold Einwallner und SPÖ-Landesvorsitzender Martin Staudinger. ÖGB-Landesgeschäftsführerin Manuela Auer führte das Interview bei den Berichten von Landesgeschäftsführer Gerhard Flatz und Landesvorsitzendem Gerd Oprießnig.

 

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