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GBH

Corona: Wichtige Infos für BAU-HOLZ-Beschäftigte!

Die GBH-Infowebsite zu allen Fragen rund um Corona: www.gbh-news.at/corona-info
 
 
 
Vernunft hat vorerst verloren. Noch keine klaren Regelungen am Bau. Rückschritte konnten verhindert werden. Verhandeln mit Vollgas weiter! 
 
Unsere Position dazu: Das Arbeiten unter einem Meter Mindestabstand ist in der Praxis auf Baustellen nicht möglich. Daher braucht es für alle Arbeitnehmer eine taugliche und verfügbare Schutzausrüstung. Erst wenn hier gemeinsame klare Richtlinien und verpflichtende Regelungen vorliegen, kann über ein Weiterarbeiten verhandelt werden. Der Meterabstand bleibt bis zu einer Lösung in Firmenbussen, in Betrieben, auf Baustellen und in Schlafstellen aufrecht. Mehr dazu
 
 
Stellungnahme GBH-BV Josef Muchitsch, 15.03.2020
 
Die Ereignisse überschlagen sich stündlich: Noch am Donnerstag haben wir gehofft, nicht von der Corona-Krise in der aktuellen Form erfasst zu werden. Heute jedoch ist umso klarer, dass wir dringend Maßnahmen zum Schutz unserer Kolleginnen und Kollegen auf dem Weg zur Arbeit und am Arbeitsplatz selbst brauchen. Es gilt alles Mögliche daran zu setzen, die Gesundheit unserer Kollegen und Kolleginnen bestmöglich zu schützen.
 
In der heutigen Berichterstattung wurde von Seiten des Bundeskanzlers der Appell an die österreichische Bevölkerung gerichtet: „Bitte bleibt zuhause!“. Von den heute angekündigten Ausgangsbeschränkungen sind Berufsarbeiten aber ausgenommen, „die nicht aufschiebbar sind“. Diese Aussagen führten zu einem Sturm von Anfragen, was darunter zu verstehen ist. Nach der Rücksprache von GBH-Bundesvorsitzendem Josef Muchitsch mit der zuständigen Arbeitsministerin Christine Aschbacher wurde ihm mitgeteilt, dass berufliche Tätigkeiten nicht ausgenommen sind und hier die Sozialpartner gefordert sind.
 
Wir möchten aus diesem Grund darauf hinweisen, dass die Fürsorgepflicht für die Beschäftigten bei den Arbeitgebern liegt. Die Verantwortung, was unter einer „unaufschiebbaren Arbeit“ zu verstehen ist, liegt daher bei den Arbeitgebern und deinem unmittelbaren Vorgesetzten. Wichtig: Sofern kein Verhinderungsgrund vorliegt, entscheidet somit dein Arbeitgeber bzw. Vorgesetzter, ob du wie üblich zur Arbeit kommen musst oder auch nicht.
 
Die Arbeitgeber sollen nach Rücksprache mit den Auftraggebern versuchen, den Arbeitsbetrieb bestmöglich hinunterzufahren und alle irgend möglichen Maßnahmen dazu zu ergreifen, bzw. einzustellen. Der Auftraggeber hat dabei auf mögliche Pönalen bei Fertigstellungsterminen zu verzichten. Die Gewerkschaft Bau-Holz wird in den nächsten Stunden und Tagen mit aller Kraft versuchen, gemeinsam mit den Sozialpartnern Regelungen zum Schutz aller Beschäftigten mit der Bundesregierung zu erarbeiten.
 
Für besonders gefährdete Beschäftigte mit gesundheitlichen Einschränkungen (Immunschwächen, Diabetes, chronische Krankheiten, Arbeitnehmer im höheren Alter ab dem 60. Lebensjahr etc.) sollen individuelle Vereinbarungen getroffen werden, um sie umgehend von der Arbeit freizustellen. 
 
Aus heutiger Sicht und nach Rücksprache mit der renommierten Virologin Univ.Prof. Elisabeth Puchhammer-Stöckl von der Medizinischen Universität Wien möchten wir die Empfehlungen des Sozialministeriums zum Schutz deiner Gesundheit besonders hervorheben und empfehlen diese am Arbeitsplatz- soweit möglich - einzuhalten:
 
 
 
Besonders wichtig für unsere Branchen: In Problemsituationen wie gemeinsamer Personentransport in Firmenbussen sowie Aufenthalt in Aufenthaltsräumen und Schlafcontainern ersuchen wir die Betriebsräte, mit der Geschäftsführung bestmögliche Lösungen zu finden. Ziel dieser Lösungen sollte immer sein, die direkten Kontakte so gering wie nur möglich zu halten und gegenseitig die notwendigen Abstände zu gewährleisten. Erste positive Beispiele sind uns bereits von den Betriebsräten übermittelt worden, dafür möchten wir uns bedanken!
 
Wir alle, Beschäftigte, Betriebsräte und Gewerkschaft sind jetzt gemeinsam gefordert, dass wir in der schwersten Krise in den letzten 75 Jahren solidarisch zusammenhalten. Ab morgen, Montag, startet die gemeinsame ÖGB-AK-Hotline, um für arbeitsrechtliche Fragen zur Verfügung zu stehen. Diese wird in den nächsten Tagen maßlos überfordert sein, aus diesem Grund besteht auch die Möglichkeit, über die Betriebsräte, betreuenden Sekretäre und unsere Mitarbeiter in der Landesorganisationen der Gewerkschaft Bau-Holz per E-Mail oder telefonisch Kontakt aufzunehmen. 
 
ÖGB-AK-Hotline: 0800 22 12 00 80 
(dazugehörige Homepage: www.jobundcorona.at)
 
Coronavirus-Hotline: 0800 555 621 
Infos zur Übertragung, Symptome, Vorbeugung
 
Gesundheitstelefon: 1450
Bei begründetem Verdacht und Symptomen wie Fieber, Husten, Kurzatmigkeit zuhause bleiben und diese Hotline anrufen.
 
 
 

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