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ÖGB-Katzian: „Arbeitslosengeld jetzt auf 70 Prozent Nettoersatzrate erhöhen“

Höheres Arbeitslosengeld bewahrt arbeitslos gewordene Menschen vor wirtschaftlichem Totalabsturz
„Seine Arbeit zu verlieren und arbeitslos zu werden, ist immer schwierig, am Beginn einer ausgewachsenen Wirtschaftskrise ohne Aussicht auf raschen Wiedereinstieg aber besonders hart, weil es praktisch keine Chance darauf gibt, einen neuen Job zu finden“, kommentiert ÖGB-Präsident Wolfgang Katzian die heute veröffentlichten Rekordarbeitslosenzahlen. In Österreich sei das Arbeitslosengeld im Verhältnis zum letzten Nettoeinkommen mit 55 Prozent relativ niedrig. „Arbeitslose Menschen sind jetzt und waren auch vor der Corona-Krise stark armutsgefährdet. Es wäre daher jetzt ein guter Zeitpunkt, um das Arbeitslosengeld auf 70 Prozent Nettoersatzrate zu erhöhen", so der ÖGB-Präsident.
 
Ein höheres Arbeitslosengeld würde nicht nur Menschen ohne Arbeit vor einem wirtschaftlichem Totalabsturz bewahren, auch für die Gesamtwirtschaft würde das mehr Kaufkraft bedeuten und den wirtschaftlichen Einbruch abschwächen. „Die Wirtschaft und die Menschen brauchen diesen automatischen Stabilisator jetzt mehr denn je“, betont Katzian. „Es versteht ja kein Mensch, wenn das Arbeitslosengeld nicht erhöht wird, während alle anderen Risiken mit allen denkbaren wirtschaftspolitischen Maßnahmen und massivsten öffentlichen Geldern finanziert werden.“ Abschließend appelliert der ÖGB-Präsident einmal mehr an die Arbeitgeber, das Corona-Kurzarbeitsmodell in Anspruch zu nehmen, anstatt die Beschäftigten zu kündigen.

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