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GBH
v.l.n.r.: Linke, Muchitsch, Supper
v.l.n.r.: Linke, Muchitsch, Supper v.l.n.r.: Linke, Muchitsch, Supper

Neujahrstreffen der GBH Steiermark: Gemeinsam stärker

Muchitsch: „„Leben und leben lassen““ als Erfolgsformel für eine gelebte Sozialpartnerschaft
Über 120 Gäste waren in die Otto-Moebes-Akademie gekommen, um beim traditionellen Neujahrstreffen der Gewerkschaft Bau-Holz (GBH) dabei zu sein, darunter auch zahlreiche Sozialpartner. Das „volle Haus" unterstreicht einmal mehr die gelebte und funktionierende Bau-Sozialpartnerschaft.
 
GBH-Landesgeschäftsführer Andreas Linke und GBH-Landesvorsitzender Christian Supper gaben einen Rückblick auf die Highlights 2019. Die guten Abschlüsse bei den Kollektivvertragsverhandlungen standen dabei im Mittelpunkt. So ist es gelungen, die von der schwarz-blauen Ex-Regierung zwar versprochene aber nicht umgesetzte 4-Tage-Woche in vielen Kollektivverträgen zu verankern. Auch die Verschlechterungen durch die schwarz-blaue Arbeitszeitverlängerung konnten teilweise abgefangen werden. Erfreut zeigten sich beide über ein Mitgliederplus von 2,17 Prozent. Besonders stolz berichteten die beiden Baugewerkschafter darüber, dass die GBH als erste Gewerkschaft einen papierlosen Gewerkschaftstag mit einer digitalen Wahl des Bundesvorstands erfolgreich im Oktober in Wien über die Bühne gebracht hat. Supper: „Damit haben wir als GBH Gewerkschaftsgeschichte geschrieben.“
 
Muchitsch: Mehr Fairness auf Baustellen
 
Einen Ausblick auf 2020 gab GBH-Bundesvorsitzender Abg. z. NR Josef Muchitsch. Dabei verriet er unter anderem die Erfolgsformel der erfolgreichen Bau-Sozialpartnerschaft: „Unsere Arbeit ist nicht parteipolitisch motiviert, Sacharbeit steht bei uns klar im Vordergrund und es gibt ein gegenseitiges ‚Leben und Leben lassen‘. Immer wieder gelingt es uns, Sonderregelungen für unsere Beschäftigten zu erreichen. Über unsere gemeinsamen Sozialpartner-Initiativen legen wir den Bundesregierungen – egal in welcher Zusammensetzung – immer wieder realisierbare Zukunftskonzepte vor. Ob zum Thema Klimaschutz oder zu fairen Vergaben, wodurch unsere heimischen Betriebe mit ihren Beschäftigten bessere Chancen auf öffentliche Aufträge erhalten. Letztendlich ‚schweißen‘ uns unsere gemeinsamen Ziele zusammen.“
 
Als gemeinsames Ziel für 2020 nannte Muchitsch die Einführung einer BAU ID-Card. Durch diese soll Lohn- und Sozialdumping effektiver und stärker bekämpft werden und es letztendlich zu mehr Fairness auf Baustellen kommen. Aber auch ein neues Jahresarbeitszeit-Modell steht ganz oben auf der Agenda.
 
Neue Bundesregierung: Risiken, aber auch Chancen
 
Muchitsch sieht neben den Risiken durch die neue Bundesregierung, wie zusätzliche Belastungen durch eine CO2-Steuer für Pendlerinnen und Pendler sowie Einschnitte bei Pensionen, auch Chancen. Vor allem durch die versprochenen Klima- und Umweltmaßnahmen und die zusätzlichen 2 Milliarden Euro für den öffentlichen Verkehr verspricht sich Muchitsch zusätzliche Arbeitsplätze für den Bau. Dazu gibt es bereits fertige Konzepte, welche die GBH mit ihrer Nachhaltigkeitsinitiativ UMWELT+BAUEN gemeinsam mit den Sozialpartnern, GLOBAL 2000 sowie weiteren Experten erarbeitet und noch vor der Nationalratswahl im September 2019 präsentiert hat.
 
Muchitsch abschließend: „Durch steigende Mitgliederzahlen gehen wir gestärkt ins neue Jahr.
 

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