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FSG/ÖGK-Huss: Studie bestätigt Notwendigkeit für Ausbau psychosozialer Versorgung

Hohe psychische Belastung bei Arbeitslosen, beschlossener Ausbau der ÖGK richtiger Weg
Arbeitslose spüren die negativen psychischen Auswirkungen der Corona-Pandemie am stärksten. Das bestätigt die jüngste Studie der Donau Universität Krems zur psychischen Gesundheit der ÖsterreicherInnen, aus der heute die ersten Zahlen präsentiert wurden. Besonders betroffen sind junge Menschen, denen durch Arbeitslosigkeit die Perspektiven verloren gehen.
 
Die Zahlen der Studie zeigen einen dringenden Handlungsbedarf bei aktiven arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen für arbeitslose Menschen, um die psychischen Auswirkungen abzufedern. Die Regierung hat es in der Hand, hier Vorsorge zu betreiben und aktiv gegenzusteuern, beispielsweise mit einem höheren Arbeitslosengeld gegen die Existenzängste und mit Arbeitsstiftungen für neue Job-Perspektiven.
 
ÖGK-Obmann Andreas Huss: „Wenn für die Arbeitslosen keine schnellen und wirksamen Unterstützungsmaßnahmen und Perspektiven geschaffen werden, können die aktuellen psychischen Belastungen zu Krankheit und großem Leid führen. Die Versäumnisse der Regierung landen so bei den Versicherten.“
 
Die ÖGK hat die richtigen Schlüsse schon gezogen und auf Corona reagiert. Werden durch psychische Belastungen und Arbeitslosigkeit mehr psychotherapeutische Behandlungen notwendig, ist die ÖGK gerüstet. Der bereits im Juni 2020 beschlossene Ausbau der psychosozialen Versorgung durch die ÖGK erweist sich immer mehr als der richtige Weg. Mit diesem Ausbau werden jedes Jahr 20.000 zusätzliche Versicherte der ÖGK eine psychotherapeutische Behandlung auf Kassenkosten erhalten können und der Zugang zur/m richtigen TherapeutIn wird durch neu geschaffene Clearingstellen bestmöglich unterstützt.
 
Die ÖGK setzt selbst viele Schwerpunkte für Gesundheitsförderung und Prävention psychischer Krankheiten bei Kindern und in der Arbeitswelt. Das Programm Frühe Hilfen oder spezielle Projekte für Kinder psychisch kranker Eltern sollen auch noch weiter ausgebaut werden. Im Arbeitsleben unterstützt die ÖGK österreichweit MitarbeiterInnen und Betriebe mit der Betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF) dabei, auch eine psychisch gesunde Arbeitsumgebung zu gestalten. Im Netzwerk Betriebliche Gesundheitsförderung wurden in den letzten Jahren bereits 1502 österreichische Betriebe beraten und mit dem BGF-Gütesiegel ausgezeichnet.
 
Huss: „Die ÖGK hat die Zeichen der Zeit schon erkannt, aber Gesundheit wird in allen Politikbereichen mitgestaltet. Die Auswirkungen von Arbeitslosigkeit auf die psychische Gesundheit der Menschen in Österreich sind ein aktuelles Beispiel dafür. An die Regierung: Investieren wir gemeinsam in die Gesundheit Österreichs – Jetzt! Die ÖGK geht ihren Teil der Arbeit schon an, machen Sie das auch.“
 

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